Joe Biden liebt deutsche Schäferhunde | The European

Bidens trauern um Schäferhund: Werden Champ "immer vermissen"

The European Redaktion19.06.2021Medien, Politik

Der amerikanische Präsident Joe Biden (78) liebt eine Hundesrasse besonders – Deutsche Schäferhunde. Nun ist einer der treuen Begleiter gestorben. Dies teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Während in Deutschland der Schäferhund längst aus der Mode gekommen ist, brachte ausgerechnet der demokratische US-Präsident Joe Biden gleich zwei zum Amtanstritt mit ins Oval Office.

Joe Biden und sein Hund, Quelle: Twitter

US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill müssen von ihrem Schäferhund Abschied nehmen. Am Samstag verlautete eine Mitteilung Bidens aus dem Weißen Haus: „Mit schwerem Herzen teilen wir Ihnen heute mit, dass unser geliebter Deutscher Schäferhund Champ friedlich zu Hause verstorben ist.“ „Er war in den letzten 13 Jahren unser ständiger geschätzter Begleiter und wurde von der gesamten Familie Biden verehrt.“ Wie der 78-jährige Demokrat erklärte, hatte die Familie Champ durch Höhen und Tiefen begleitet. „In unseren freudigsten Momenten und an unseren kummervollsten Tagen war er bei uns.“

Nun hat die Familie Bieden nur noch einen Deutschen Schäferhund namens Major. Dieser sorgte im März für Aufsehen, da er ein Mitglied aus Bidens Sicherheitsteam gebissen hatte. Nach dem Vorfall wurden beide Hunde, die bis dahin im Weißen Haus lebten, einige Tage in das Haus der Bidens im Bundesstaat Delaware verbracht. Wie ein Sprecher der First Lady damals betonte, hatte er ein zusätzliches Training erhalten. Wie der Präsident betonte, sei Major ein „süßer Hund“, der sich erschreckte.

Zu dem verstorbenen Schäferhund Champ hatte das Präsidenten-Ehepaar am Samstag mitgeteilt: „Selbst als Champs Kräfte in seinen letzten Monaten nachließen, richtete er sich sofort auf, wenn wir einen Raum betraten, wedelte immer mit dem Schwanz und schmiegte sich an uns, um sich die Ohren kraulen oder den Bauch streicheln zu lassen. Wo immer wir waren, wollte er sein, und alles war sofort besser, wenn er bei uns war.“ Champ liebte es, sich vor dem Kamin zusammenzurollen oder sich im Garten des Weißen Hauses zu sonnen, hieß es in der Erklärung. Nach dem Einzug der Bidens waren im Januar nach vier tierlosen Jahren unter Ex-Präsident Donald Trump wieder Hunde ins Weiße Haus eingezogen.

Champ

Joe Biden und sein Hund, Quelle: Twitter

Joe Biden versprach seiner Frau, sich nach der Präsidentschaftswahl 2008 einen Hund anzuschaffen, falls Barack Obama das Rennen gewinnen sollte. Jill Biden klebte verschiedene Bilder von Hunden auf die Sitze von Bidens Wahlkampfflugzeug, damit er sie sehen konnte. Er kaufte den Hund als Welpe von einem Züchter in Pennsylvania, und er wurde von seinen Enkelinnen auf den Namen Champ (geboren im Oktober 2008) getauft. Der Name Champ erinnerte Biden an den Rat seines Vaters, der ihm sagte: „Immer wenn du niedergeschlagen wirst, Champ, steh auf!“ Joe Biden hat eine Affinität zu deutschen Schäferhunden, da er sie in der Vergangenheit trainiert hat. Biden schenkte Kindern während seiner Vizepräsidentschaft kleine Plüschtiere von Champ.

Major

Major (geboren im Januar 2018) war eine Rettung aus einem Wurf, der in seinem Zuhause „etwas Giftigem“ ausgesetzt war, und dessen Besitzer sich die Kosten für eine tierärztliche Versorgung nicht leisten konnte. Er wurde von den Bidens Anfang des Jahres aus dem Tierheim der Delaware Humane Association in Pflege genommen und ist seit Ende 2018 bei ihnen. An dem Tag, an dem Joe Biden den Hund aus dem Tierheim adoptierte, blieb er über eine Stunde lang und „erzählte Geschichten und machte Selfies mit den Mitarbeitern“. Die Herkunft von Majors Namen ist nicht öffentlich bekannt, aber Beau Biden, Joe Bidens Sohn mit seiner ersten Frau, Neilia Hunter Biden, war Major in der Delaware National Guard. Major wird sich zu mehreren anderen Hunden gesellen, die von führenden Persönlichkeiten der Welt adoptiert wurden, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron und sein Labrador-Griffon-Mischling Nemo sowie der kanadische Premierminister Justin Trudeau und sein Portugiesischer Wasserhund Kenzie.

First-Lady Jill Biden mit Schäferhunden, Quelle: © Dr. Jill Biden/ Twitter

Am 28. November 2020 brach sich der designierte Präsident Biden beim Spielen mit Major den Fuß. Biden sagte in einem Interview, dass Major darauf wartete, mit ihm zu spielen, nachdem der designierte Präsident aus der Dusche kam: „Ich habe einen Scherz gemacht, bin ihm hinterhergerannt und habe ihn am Schwanz gepackt. Und was passierte, war, dass er auf einem Teppich ausrutschte. Und ich bin über den Teppich gestolpert, auf dem er ausgerutscht ist.“

Champ und Major traten beide in Anzeigen für Biden in seiner Präsidentschaftskampagne 2020 gegen Donald Trump auf. Während des Wahlkampfes twitterte Biden: „Einige Amerikaner feiern den #NationalCatDay, einige feiern den #NationalDogDay… Präsident Trump feiert weder das eine noch das andere. Das sagt eine Menge aus. Es ist Zeit, dass wir ein Haustier zurück ins Weiße Haus bringen“.

Joe Biden und sein Schäferhund, Quelle: Twitter
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