„Wir müssen mehr für die Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung tun“

The European Redaktion18.01.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Wissenschaft

Traditionell der Höhepunkt des Ludwig-Erhard-Gipfels ist die Vergabe des „Freiheitspreises der Medien“. Die renommierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an Fürst Albert II. von Monaco. „Wir müssen mehr für die Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung tun“, lautet dessen Credo. Mit seinem vielfältigen Engagement leistet der Monegasse schon seit einigen Jahren einen wertvollen Beitrag im Umwelt und Klimaschutz – weit bevor andere dies taten.

Fürst Albert II. von Monaco setzt sich bereits seit etlichen Jahren konstruktiv für den Umwelt- und Naturschutz ein, weit bevor die große öffentliche Diskussion darüber entbrannte. Deshalb wählte die Jury des „Freiheitspreises der Medien 2020“ den Monegassen als würdigen Preisträger aus. „Wie kaum ein anderer Staatsmann hat sich der Politiker in den vergangenen Jahren für die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt. Bereits seit der Jahrtausendwende weist der studierte Politikwissenschaftler auf die Gefahren des Klimawandels hin und ist aktiv für den Naturschutz tätig“, stellte Verlegerin Christiane Goetz-Weimer von der veranstaltenden WEIMER MEDIA GROUP die Jurybegründung vor. „Fürst Albert II. von Monaco kämpft nicht nur gegen die weltweite Verschmutzung der Meere, gegen die Klimaerwärmung durch industrielle Schadstoffemissionen und das globale Abschmelzen der Pole, sondern lenkt den Fokus immer wieder auf den Schutz der Artenvielfalt, fördert Erneuerbare Energien und plädiert für eine globale Wasserversorgung. Die von ihm im Jahr 2006 gegründete Stiftung „Fondation Prince Albert II de Monaco“ gilt weltweit als Leuchtturmprojekt für den Umweltschutz.“ Die Stiftung betreut mehr als 475 Projekte, die sich auf Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Klimawandel und die Förderung Erneuerbarer Energien sowie Biodiversität konzentrieren.

Fürst Albert II. von Monaco ging in seiner Rede auf die Entwicklung des Klimawandels, die Aktionen der jungen Generation und die Waldbrände in Australien ein und betonte: “This is why giving up is not an option. This is why we need to continue taking action.” Felix Finkbeiner, dem Gründer von Plant-for-the-Planet, der ebenfalls am Gipfel teilnahm, sicherte er weiterhin Unterstützung zu und befand, dass dessen Engagement viel mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht werden müsse. Obwohl Fürst Albert II. von Monaco seine Rede auf Englisch hielt, wählte er auch bewusst ein Zitat aus Johann Wolfgang Goethes „Faust – Der Tragödie zweiter Teil“, das er als direkten Bezug zum „Freiheitspreis der Medien“ auf Deutsch vortrug: „Der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“ Die Laudatio auf den Preisträger hielt Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der Technischen Universität München.

Ein Grußwort überbrachte auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner noch vor der Preisverleihung, als Fürst Albert II. von Monaco bereits im Publikum des Gipfels saß, via Live-Übertragung von der Grünen Woche in Berlin: „Seine Durchlaucht, lieber Fürst Albert, ich freue mich sehr, dass ich Sie grüßen kann. Wir sahen uns in Hamburg bei Klimatreffen. Ich will mich bedanken für Ihr Engagement für die Themen, die uns nicht nur kurzfristig beschäftigen werden. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Monaco ist ja nicht so besonders groß, aber das, was Sie tun, ist groß. Und dieser Preis noch größer. Herzlichen Glückwunsch.“

Zu Ehren des Freiheitspreisträgers sang und spielte Musiker Mano Michael am Flügel. „Wenn Dir deine Träume keine Angst machen, sind sie nicht groß genug.” lautet dessen Lebensmotto. „Das passt sehr gut zur Aufgabe, die Sie, Fürst Albert II. von Monaco, sich im Umweltschutz gestellt haben“, fand Verlegerin Christiane Goetz-Weimer. Es war bereits Mano Michaels zweiter Auftritt im Rahmen der Preisverleihung des „Freiheitspreises der Medien“. Im Vorjahr hatte sich der Ausnahmemusiker, der riesige Konzerthallen füllt, mit seiner berührenden Stimme so sehr in das Herz des damaligen EU-Kommissionspräsidenten und Preisträgers Jean-Claude Juncker gespielt, dass dieser ihn sofort für seine Abschiedstournee engagierte. Auch den Fürsten von Monaco und die Gäste im Saal berührte er mit seinen emotionalen Songs wie „Fly“ so sehr, dass das mediale Blitzlichtgewitter für einige Momente verstummte.

Der „Freiheitspreis der Medien“ wurde bereits zum sechsten Mal in großem Rahmen verliehen. Die hohe Auszeichnung geht an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise für die freie Meinungsäußerung, das gesellschaftliche Miteinander, den politischen Dialog und die Demokratie einsetzen. „Mit dem Preisträger Prinz Albert II. von Monaco würdigen wir auch soziales Engagement insgesamt. Der Schutz der Umwelt ist eine zentrale Herausforderung der Menschheit. Umweltbotschafter wie Fürst Albert warnen nicht nur vor dem Klimakollaps, sondern treten ihm entschlossen entgegen und prägen gleichzeitig einen nachhaltigen Freiheitsbegriff des 21. Jahrhunderts“, betonten die Veranstalter Christiane Goetz-Weimer und Dr. Wolfram Weimer.

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