Gibt es bald Frieden auf der koreanischen Halbinsel?

von Stefan Liebich28.04.2018Außenpolitik

„Es ist ein Gipfel der großen Hoffnungen“, kommentiert der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Stefan Liebich, das Zusammentreffen des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un im Grenzort Panmunjom.

Die Aussichten, dass es für die koreanische Halbinsel eine Friedensregelung geben wird, waren nie besser als heute. 65 Jahre nach dem Ende des Koreakriegs mit über vier Millionen Toten ist eine Übereinkunft zwischen den ehemaligen Kriegsparteien überfällig. Es ist nun an den USA als führender Militärmacht der damals von der UNO entsandten Einheiten, dem angestrebten Friedensvertrag die Zustimmung zu geben.

Von nicht geringerer Bedeutung ist das Bekenntnis der beiden koreanischen Staatsführer, die Halbinsel zu einer atomwaffenfreien Zone zu machen. Dieser Prozess wird nicht von heute auf morgen Früchte tragen, doch ein erster, wichtiger Schritt ist getan. Es erscheint wenig, sinnvoll in dieser Phase entsprechende Verabredungen oder Gesten kleinreden zu wollen. Nehmen wir Moon Jae In und Kim Jong Un beim Wort.

Der für Ende Mai/Anfang Juni terminierte Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un steht nach diesem außergewöhnlichen innerkoreanische Treffen vor großen Herausforderungen. Ein Zurück hinter den Tag von Panmunjom erscheint kaum mehr möglich.

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