Der Zeitgeist heißt Gender

Simone Belko31.10.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Wissenschaft

Der Zeitgeist heißt Gender. Die Bezeichnung für das soziale Geschlecht bedeutet heutzutage eine ganze Weltanschauung in der westlichen Welt. Kritiker werfen dem Gender Mainstreaming totalitäre Züge vor. Ist die Gleichheitsideologie des 21. Jahrhunderts gefährlich oder nur Ausdruck der Sehnsucht nach universeller Harmonie?

Von emanzipatorischer Freiheit zur Harmonie auf Abwegen

„Es bedarf Gleichheit für alle und zwar Gleichheit in allen Wortbedeutungen.“ lautet Ursula von der Leyens ambitionierte Forderung in ihrer Agenda für die künftige Europäische Kommission. Ein Etappenziel dabei ist die umfassende Gleichstellung der Geschlechter. Gender Mainstreaming ist längst in den obersten Regierungsetagen angekommen. Es ist in der Gesetzgebung verankert, Leitwissenschaft in EU und UNO, Teil von Bildungsplänen in Schule und Kindergärten und prototypisches Menschenbild in Marketing und Kultur. Während die Frau nach der nachhaltigen Weltherrschaft strebt, ist der Mann verunsichert. Man will ihn nicht mehr als Macho-Imperator. Er hat die Freuden einer ausgewogenen Work-Life-Balance kennengelernt und weiß den Rückzug ins Private zu schätzen, fühlt sich aber gemaßregelt durch #metoo und Gendersprech. Während die Frau aggressiv die Debatte an sich reißt, entzieht er sich und greift aus sicherer Distanz an. Werden die beiden wieder zueinander finden?

Gender Mainstreaming steht in der Kritik, weil es sich in der Praxis oft als Bevormundung auswirkt. Zum Beispiel, wenn im Beruf eine abstrakte Quote über individuelle Bedürfnisse oder das Leistungsprinzip gestellt wird oder wenn bei der Kindererziehung die institutionelle Lehre in Konflikt mit den Vorstellungen der Fürsorgepflichtigen gerät. Dabei will Gender Mainstreaming das Gegenteil: es will gesellschaftliche Bevorzugung aufgrund von Geschlecht, Sexualität und Herkunft bewusst machen und soziale und kulturelle Diskriminierung, die auf identitären Merkmalen beruht, beenden. Gender Mainstreaming will volle Partizipation für alle, gemeinsame Entscheidungsgewalt und gleichwertigen Zugang zu Macht und Ressourcen. Als politisches Programm will Gender Mainstreaming substantielle Chancengleichheit in öffentlichen Ämtern, Politik, Wirtschaft und Medien herstellen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll ganz im Sinne der vorherrschenden Überwachungskultur auf allen Ebenen gestaltet, implementiert, kontrolliert und evaluiert werden. Erschafft dieser instrumentelle Einbau einer Equilibrium-Strategie ins System eine bessere Welt ohne Vorurteile? Oder zerstört sie die Anerkennung von Differenz und ist damit autoritär?

Der Genderismus ist die Geschichte einer Befreiung. Er kam in den 1968ern als sexuelle Revolution, Feminismus, Freikörperkultur und Establishment-Kritik zu uns. Der Genderismus hat die großartige Erkenntnis gebracht, dass wir ohne starre Geschlechterpolarität leben können, die Männern den öffentlich-politischen Bereich zuspricht und Frauen den privat-familiären. Das Hinterfragen des traditionellen Rollenverständnisses hat die Sexualforschung begründet und neue Formen des Zusammenlebens jenseits der religiös legitimierten Ehe geschaffen. Die Toleranz für Minderheiten mit sexuellen Orientierungen neben der Hetero-Norm, die in den meisten westlichen Ländern mittlerweile weit fortgeschritten ist, hat gesellschaftliche Vielfalt und das Ausleben individueller Freiheiten gestärkt. Die Gender Studies bringen den Geisteswissenschaften bis heute enormen Erkenntnisgewinn, indem sie Geschlechtskonstruktionen als komplexes Symbol- und Diskurssystem untersuchen, über das Werte konstruiert werden. Gender Diversitiy in der Wirtschaft führt richtig eingesetzt zu messbarer Steigerung des Geschäftserfolgs. Die Gendermedizin wiederum beweist, dass es notwendig ist, Männer und Frauen in gesundheitlicher Hinsicht geschlechterspezifisch zu betrachten, da sie sich in der Funktionsweise von Gehirn, Immunsystem oder Verdauung und bei Krankheitssymptomen wie Herz-Kreislauf-Störungen erheblich unterscheiden.

Das politische Geschlecht entblößt sich zum Wohle aller

Ist die Emanzipation der Geschlechter erreicht? Irgendwie schon. Ist es dadurch besser geworden? Wohl eher anders. Die sogenannte sexuelle Befreiung hat die Politisierung des Individuums bis in den Intimbereich vorangetrieben. Sex kann man heute überall haben und mit fast jedem. Klassische Paarbeziehung oder polyamor, unverbindlicher One-Night-Stand, gesellige Swinger-Clubs, Live-Stream-Porno im Heimkino oder virtuelles Fremdgehen per Dating-App. Die Werbung fordert uns auf, es möglichst häufig, möglichst ungewöhnlich und mit möglichst viel zusätzlichen Gadgets und potenzsteigernden Mitteln zu tun. Sex sells, sex excites, sex enlights. Sex ist Hochleistungssport, überladenes Konsumversprechen und politische Überzeugung. Darf es auch ein bisschen weniger sein?

Kein Wunder, dass die Millenials – wenn man Umfragen glaubt – keine Lust mehr am traditionellen Sex haben. Verweigern erscheint als einzig gebliebene Möglichkeit der Rebellion gegen das Establishment. Hip ist sowieso nur, wer irgendwie an der Grenze zum Unnormalen unterwegs ist. Sexuelle Minderheiten erscheinen wie viele andere persönliche Bedingtheiten als Mode: schwul oder lesbisch zu sein ist in, genauso wie lactose-intolerant oder glutenunverträglich zu sein. Woher kommt das? Und wie kann etwas Mode sein, wofür man sich nicht entscheiden kann? Es hat vor allem mit der moralischen Überhöhung dieser Minderheiten zu tun: als Betroffene der Ungerechtigkeiten des Zeitalters mathematisch berechenbarer Balance werden sie zu universellen Vorkämpfern für Toleranz, Vielfalt und einer inklusiven Gesellschaft verherrlicht.

Denn der Gender-Gleichstrom-Mensch ist eigentlich ein armes Würstchen. Er ist ein vollständig offenbartes Subjekt, seines Geheimnisses beraubt. Er schreckt nicht davor zurück, die physischen Bedingungen des Individuums zu manipulieren, um sein kollektives Ideal zu verwirklichen. Ganz in der westlichen Tradition des Vorrangs des Verstandes gefangen, möchte sein Geist dem Körper seine Entscheidungen aufzwingen. Der Gender-Gleichstrom-Mensch leugnet das Nicht-Abgeschlossene, das Unentdeckte, das Recht auf Nichtwissen, obwohl es für das Recht auf Anderssein kämpft. Die Enttabuisierung individueller Hemmnisse ist sein Dogma, das den Hintersinn zur eigentlichen Wahrheit über die Erscheinung erhebt.

Die phallische Frau vollendet postmoderne feuchte Träume

Gesellschaftliche Ideale und Feindbilder lassen sich gut über Geschlechterstereotype transportieren. Die Nationalsozialisten verwendeten es zur medialen Volkspropaganda: in Spielfilmen schändete regelmäßig der triebhafte (jüdische) Untermensch die wehrlose (deutsche) Frau. Heute kehrt dieses Motiv in den medial gehypten Vergewaltigungsängsten gegenüber Flüchtlingen zurück. Rechtspopulisten betreiben über die Feminisierung der deutschen Nation wirkungsvoll Selbstviktimisierung, um die Deutschen als kollektive Opfer darzustellen. Weiblichkeit funktioniert so als Fetisch, als Hoffnung auf Unversehrtheit. Gleichzeitig ist sie aber spätestens seit der Postmoderne das konstruierte Andere, das sich der Zivilisation entzieht und sie in Gefahr bringt.

Weiblichkeit steht in der Kulturgeschichte für Subjektlosigkeit. Das macht sie häufig zur Chiffre für psychische Grenzerfahrungen. Flaubert schreibt in seinem 1856 veröffentlichten Roman „Madame Bovary“ seiner Protagonistin nicht nur die sentimentalischen Leiden seiner schriftstellerischen Existenz ein, sondern stellt in ihr die Widersprüchlichkeiten und Verlogenheiten seiner Epoche exemplarisch dar, die zwischen bürgerlich-akademischem Fortschritt und der banal-mittelmäßigen Lebenswelt der unteren Klassen oszilliert. Die 1968er-Generation deutete die projizierte Ohnmacht des Weiblichen zum Mythos der unbefriedigten Frau um. Sexuelle Unterdrückung macht laut Wilhelm Reich anfällig für Faschismus, der in seinem Buch „Die Funktion des Orgasmus“ gleich eine umfassende Theorie über die gesellschaftliche Sexualordnung mit vorlegte. Reich glaubte, alle Neurosen seien auf sexuelle Frustration zurückzuführen. Die Deutschen, eine verweiblichte Nation also, die sich aus einer „neurotischen Lustangst“ so einfach zur Diktatur verführen ließen? Was lag da näher, als sich von allen gesellschaftlichen Fesseln zu befreien, um sich durch die Freisetzung echter Libido zu heilen. Kollektive freiwillige Prostitution einer halben Nation, um den Nationalsozialismus endgültig zu überwinden.

Aber irgendwie hat diese Fremdermächtigung die Frau vom männlichen Blick befreit. Sie ist selbst phallisch geworden und dadurch mächtig. Xenofeministinnen kommen heute souverän in der skalierbaren digitalen Welt der Verhandlungen klar, ohne sich Sorgen um lästige Moral zu machen: „Wir wollen weder saubere Hände noch hübsche Seelen, weder Tugend noch Terror. Wir wollen überlegene Formen der Korruption.“ lassen sie in ihrem Manifest selbstbewusst verlautbaren. Sie sind wie die entmystifizierte Schneekönigin, die in ihrem Schloss ihre eigene Welt spinnt und diesen Platz nicht mehr räumen wird, komme was wolle: “Here I stand and here I’ll stay. Let the storm rage on. The cold never bothered me anyway“, singt Prinzessin Elsa in Disneys Animationsfilm „Frozen“. Sie ist sich selbst gegenüber zu einer Fremden geworden, die sich aus der Distanz erst selbst erkennen kann. Die Differenz, die der Poststrukturalismus dem Weiblichen eigeschrieben hat, legt seinen Mangel ab und wird zu einem Ganzen.

Der Mann entdeckt die Fremde in sich

Was bedeutet dies für den Mann? Das rationale Ich wird vom Subjektthron verdrängt und muss sich einen neuen Platz jenseits der verlorenen Allmachtstellung suchen. Neue Möglichkeiten tun sich auf im Nimmer-Nimmer-Land: dank Dépaysement kann er sich fern der übermächtigen Aufmerksamkeit der agierenden Sichtbarkeit, des “light of the day”, die die Frau nun beansprucht, im fremden weiblichen Blick selbst als Objekt betrachten. In der Maskerade und Formlosigkeit imaginärer Identitätsrollen ohne Wahrheitsanspruch kann er sich ausprobieren, bis der Arzt kommt. Dekonstruktion und Diskontinuitäten bis zum Abwinken.

Was hat es mit der Fremde auf sich? „Wer die Wahrheit übers unmittelbare Leben erfahren will, muss dessen entfremdeter Gestalt nachforschen, den objektiven Mächten, die die individuelle Existenz bis ins Verborgenste bestimmen“, sagt Adorno in „Minima Moralia“. Es ist also das Fremde in uns, das ohne unseren Willen und ohne unser Zutun in uns eindringt, das wir weder bestimmen noch kontrollieren können, das einzig einen Anspruch auf Wahrheit erheben kann. Diese Fremde, es verändert uns, es verunsichert uns und es entfernt uns von unserem Ursprung. Aber es gibt uns die Kraft, unser angehäuftes Wissen willentlich zu vergessen und den Sprung in etwas Neues zu wagen, das die Hoffnung auf Schönheit in sich trägt.

Der Mensch strebt nach ursprünglicher Schönheit. Das Bedrohliche der gegenderten Ordnung ist aber das Chaos der verwalteten Welt, die immer mehr von ihrer wilden Schönheit einbüßt. Wenn Männlichkeit und Weiblichkeit ununterscheidbar werden, schwindet die Differenz zugunsten einer totalen Harmonie, die die bewegte Vermittlung der Kommunikation tötet. In der US-Erfolgsserie „Game of Thrones“ missversteht der legitime Thronanwärter John Snow, geblendet und erstarrt vor Ehrfurcht, seine Liebe zur Drachen-Herrscherin Danerys Targaryen und verwandelt sie in reine Güte. Die Güte aber „spiegelt unmittelbare Beziehungen zwischen den Menschen vor und überspringt die Distanz, in der allein der Einzelne vor dem Angetastetwerden durchs Allgemeine sich zu schützen vermag“, wie Adorno es formuliert. John Snow ist nicht bereit, den Schmerz der „unaufgehobenen Differenz“ zu ertragen, die notwendige Fremdheit aufrechtzuerhalten, die ihn Daenerys ebenbürtig machen könnte. Er klammert sich an ein „ephemeres Bild von Harmonie, in dem Güte sich genießt“ und das „einzig das Leiden an der Unversöhnlichkeit um so grausamer hervor[hebt]“.

Diese Nivellierung lässt Daenerys’ „Bekenntnis zum Bösen“ zur „Maske des Guten“ werden, was nach Adorno in der hochindustriellen Gesellschaft System hat: „Seine [des Guten] Würde ging ans Böse über, indem es allen Haß und alles Ressentiment der Ordnung auf sich zog, die ihren Angehörigen das Gute einbläute, damit sie ungestraft böse sein konnte.“ Die Sprengerin der Fesseln wird zu einem einsamen, von der Bedeutung des Werdens abgeschnittenen tödlichen Rachenegel, der sich in seiner Filterblase zu lange die Überlegenheit der eigenen Mission eingeredet hat. Überlässt John Snow Daenerys seine Zukunft wider besseren Wissens? Er handelt jedenfalls erst, als es zu spät ist. Dafür zahlt er den höchstmöglichen Preis: der Tyrannenmord ist gleichzeitig der ultimative Verrat an seiner Liebe. Sittliches Wollen vernichtet die Leidenschaft, Thanatos gewinnt über Eros. Am Ende ist es in „Game of Thrones“ weder ein starker Mann noch eine kluge Frau, die die Geschicke von Westeros lenken – es ist ein vom Leben gebrochenes Kind mit magischen Fähigkeiten: Bran, der dreiäugige Rabe und Hüter des Wissens.

„Chaos ist eine Leiter“ – Transgender und die Potentialität des Menschlichen

Was können Männlichkeit und Weiblichkeit heute bedeuten? Sie sind genauso wenig wie Sexualität an sich Zustände, sondern fließende Entwicklungen, die keinen Anspruch auf Abgeschlossenheit besitzen. Männlichkeit und Weiblichkeit sind als dichotomes Gegensatzpaar konstruiert, das seine Berechtigung nur durch den Gegenpol erfährt – wie Ying und Yang umschlingen sie sich, durchkreuzen sich, transformieren sich und stoßen ab. Hier Appollon und Dionysus, dort Sphinx und Medusa – die griechischen Götter eröffneten einst in ihrem leidenschaftlichen Widerspiel von Männlichkeit und Weiblichkeit ganze Bedeutungswelten. Dieses energetische Potpourri aus lichter Sittlichkeit, Rausch und Vergessen, Rätselhaftigkeit des Lebendigen, Verführung und Schrecken prägt unser Verständnis des erfüllten Lebens bis heute. In der Moderne sind daraus ganze Konzepte über den menschlichen Geist entstanden: wenn Männlichkeit der geformte Gegensatz symmetrischer Eindrücke ist, die wie bei Goethe potentiell dialektisch auflösbar gedacht werden, ist Weiblichkeit eher die simultane Innerlichkeit asynchroner Sprünge einer Ingeborg Bachmann.

Das fragmentierte Wesen der Postmoderne ist ein vernetztes Wesen, das sich als hybrider Cyborg neu erschafft. Die Technologie gibt uns die Möglichkeit, Geschlechterkonstruktionen spielerisch auszuloten. Wir surfen im Internet als Transgender-Avatar in Chatrooms, Computersimulationen und Onlinespielen und machen Erfahrungen, die wir im echten Leben nie machen könnten. Der emanzipierte Mensch probiert sich als androgynes Selbst, das in unterschiedlichen Umgebungen multiple Persönlichkeiten ausleben kann. Er entdeckt neue Seiten seiner Identität und geht komplexere Beziehungen ein, indem er unter der Geschlechter-Maske neue Facetten der Wahrheit entdeckt. Er kann damit dem Konformitätsdruck des Real Life entkommen und individuelle Stärken weiter entwicklen, um sie umso klarer in seine Geschlechtlichkeit im echten Leben zu integrieren. Das Virtuelle kann so als Erkenntnis zur Gebundenheit des Körperlichen dienen und sogar therapeutisch wirken.

Diese Rollenspiele sind wie alle subversiven Methoden Bricolage: sie durchbrechen die Dauerschleife von „error correction“ und Mainstreaming und ermöglichen Ambiguitäten, die den Anpassungszwang des Systems unterwandern. Die binäre Trennung der Zweigeschlechtlichkeit verwandelt sich in der analogen Funktion in ein schöpferisches Muster, das unendliches Rauschen erzeugt – Verwirrung und Fülle zugleich. Es ist also so etwas wie Ewigkeit im Ephemeren möglich, in den Weiten des vor Fülle berstenden Cyberraums: wir verwandeln uns in der anonymen Masse in ein Kollektiv aus vertrauten Fremden, die gemeinsam träumen. Aber wir bleiben fest verankerte Tiere auf unser angestammten Insel, die die Welt nur in ihrer eigenen Zeit erleben. Denn jenseits aller Geschlechterfragen ist nur die kreatürliche Einsamkeit der Seele die eigentümliche Schönheit unversehrter Innerlichkeit, die wir so gerne auf ewig bewahren möchten. So schreibt der blinde Dichter Oskar Baum 1919 in seinem Roman Die Tür ins Unmögliche: „Und es fiel ihnen nicht ein, dass es Mut war, das Gemeinsame als Unwirkliches zu vergessen und mit Nur-Wahrsein, ganz einzeln, vielleicht zusammen-, vielleicht auseinanderzuwachsen.“

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