Die Lehre aus Auschwitz ist und bleibt: „Nie wieder Krieg!“

Sevim Dagdelen6.02.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Nach Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer trommelt jetzt auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für mehr Kriegseinsätze der Bundeswehr. Ich finde es schäbig und geschichtsvergessen, besonders unmittelbar nach dem internationalen Gedenken anlässlich der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren mit Verweis auf den Holocaust mehr Auslandseinsätze deutscher Soldaten zu fordern.

Wer Interventionen deutscher Soldaten mit Auschwitz rechtfertigt, betreibt eine Relativierung der Shoa – das war schon 1999 bei Joschka Fischer und seiner unsäglichen Rechtfertigung für den völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien so.
Die Lehre von Ausschwitz muss das Verhindern von Kriegen sein, nicht das Führen neuer mit deutscher Beteiligung oder Führung. Es ist absurd, nach mehr deutschen Auslandseinsätzen zu rufen, wenn die deutsche Rüstungsindustrie gleichzeitig zu den führenden Waffenexporteuren und damit Kriegsbrandstiftern der Welt zählt.

Wenn Deutschland „mehr Verantwortung“ in der Welt übernehmen soll, dann dadurch, dass die Bundesregierung endlich die Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete wie den Nahen Osten stoppt, angefangen bei Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den anderen Ländern der Jemen-Kriegsallianz, die für die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit verantwortlich sind. Und es ist verlogen, über eine Beteiligung der Bundeswehr an einem Libyen-Einsatz zu diskutieren, während die Bundesregierung weiter Rüstungsexporte an die Türkei genehmigt, die mit ihrer Kriegsmarine illegale Waffenlieferungen an seinen Moslembruder, libyschen Premier Fajis al-Sarradsch absichert.
Die Lehre aus Auschwitz ist und bleibt: „Nie wieder Krieg!“

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