Das System ist kaputt. Kumi Naidoo

Vor 20 Jahren begann der NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien

Mit „Verschwörungstheorien“ und „Fake News“, wie man heute sagen würde, hat die SPD-Grünen-Regierung unser Land in den ersten Krieg seit Ende des Zweiten Weltkrieges geführt.

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Der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) erfand den „Hufeisenplan“ und der Außenminister Joseph Fischer (Grüne) bemühte gar in unerträglicher Weise den Vergleich mit „Auschwitz“ bezüglich der Verhältnisse in Jugoslawien, um Deutschland für den Krieg zu mobilisieren. Die humanitäre Katastrophe, die zur Rechtfertigung des Krieges dienen sollte, musste aber erst herbeigebombt werden.

Später stellte sich heraus, diesen „Hufeisenplan“ hatte es nie gegeben. Scharping und Fischer hatten die Öffentlichkeit dreist belogen und betrogen! Bis heute haben sich Scharping, Fischer oder Ex-Kanzler Schröder (SPD) für ihre Kriegsverbrechen nicht verantwortet.

Kriegslügen waren vor dem Angriff der NATO wie danach integraler Bestandteil der Kriegsführung. Sie gehören zum Inventar des imperialistischen Krieges. Der an Militärakademien gern gelehrte chinesische Militärstratege Sun Zu schreibt dazu in seinem Buch „Die Kunst des Krieges“ aus dem 5. Jahrhundert vor Christus:

„Die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.“

Kriegslügen als Mittel, den Widerstand des Feindes zu brechen, indem sie ihn moralisch ins höchst mögliche Unrecht setzen. Kriegslügen, um den Angriffskrieg, der völkerrechtlich geächtet ist, zum Akt der Verteidigung ja des Humanismus umzudeuten und zugleich den Gegner zu de-legitimieren.

„Truth – it has been said – is the first casuality in war“ – Im Krieg – so sagt man – stirbt die Wahrheit zuerst. So beginnt das Vorwort des Sozialisten und britischen Labour Politikers Philip Snowden zum Buch von E. D. Morel „Truth and the War“ aus dem Jahr 1916. Richtig ist, die Wahrheit wird lange vor dem Krieg bewusstlos geschlagen. Die Kriegslügen beginnen lange vor dem ersten Schluss oder der ersten Bombe. 1999 war es nicht anders. Aufgabe von uns friedensliebenden Menschen muss es sein, der Wahrheit wieder auf die Beine zu helfen.

Der WDR-Film „Es begann mit einer Lüge“ von Jo Angerer und Mathias Werth, tut das. Er deckt die Manipulationen auf und dokumentiert, wie vom ersten Tag des NATO-Krieges an die deutsche Bevölkerung getäuscht wurde. Wie Tatsachen verfälscht und Fakten erfunden wurden, wie manipuliert und gelogen wurde. Denken wir nur an die Schauergeschichten über ein KZ im Fußballstadion von Pristina oder an „die Rampe von Auschwitz“, die Joschka Fischer im Kosovo ausgemacht hat.

Ein unbedingt sehenswerter Film. Denn wer den Frieden verteidigen will, muss die Geschichte der gestrigen Kriegslügen kennen, um sich gegenüber den heutigen immunisieren zu können.

Damals wie heute: Nein zu Kriegslügen und Kriegspropaganda!

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Dietmar Bartsch, Oskar Lafontaine, Lothar Wieland.

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