Städte statt Staaten

von Saskia Sassen23.10.2012Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Metropolen haben Imperien und Königreiche überdauert: Die ältesten Akteure der globalen Politik werden zu den neuen Herrschern. In 100 Jahren sind ihre Repräsentanten wichtiger als nationale Regierungen.

Wer heute auf die Welt schaut, sieht einen Flickenteppich aus Hunderten von Organisationen, die gesammelt versuchen, die Welt angesichts globalen Wirtschaftens, internationaler Politik, Kriminalität, Terrorismus, Epidemien und Umweltzerstörung weiterhin regierbar zu halten. In den vergangenen 30 Jahren haben sich neue Akteure herausgebildet und konsolidiert. Etwa die Welthandelsorganisation oder der Internationale Strafgerichtshof – derweil haben sich die Rollen etablierter internationaler und zivilgesellschaftlicher Institutionen gefestigt.

Städte arbeiten effektiver

Keine dieser Organisationen hat nationale Regierungen komplett ersetzt. Staaten sind immer noch wichtig: Ihr politischer Auftrag ist vollumfänglich und nicht auf ein bestimmtes Thema begrenzt, ihr Durchsetzungsvermögen ist weiterhin enorm. Doch die Zukunft gehört anderen: Wir beobachten schon heute die Vorläufer eines komplexen globalen Netzwerks, das künftig die Hauptlast weltweiter Herausforderungen schultern wird.

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