Wir wollen bei der Rente mitreden!

von Sarna Röser15.07.2018Innenpolitik

Wir dürfen die Rentendiskussion nicht den Alten überlassen, denn sonst werden wir am Katzentisch abgespeist, fordert Sarna Röser.

Erstmals startet eine Kommission, die Vorschläge zur Zukunft der Rente ausarbeiten soll. Vor allem geht es um unsere Alterssicherung, die der jüngeren Generationen. Doch im Durchschnitt sind die Mitglieder 56 Jahre alt. Wir können hier also eher von einer Rentnerkommission sprechen. Wir, die eigentlichen Akteure, sollen bei der Rentenpolitik am Katzentisch abgespeist werden. Ich will meine Zukunft aber nicht den Älteren überlassen. Aus diesem Grund gründen wir, die Jungen Unternehmer, eine eigene „Junge Rentenkommission“. Sie besteht ausschließlich aus jungen Wissenschaftlern, jungen Unternehmern, jungen Politikern und jungen Vertretern der Zivilgesellschaft. Wir werden die Arbeit der Regierungsrentenkommission kritisch begleiten und eigene Vorschläge für eine nachhaltige und generationengerechte Reform der Rentenversicherung erarbeiten. Denn wir können davon ausgehen, dass in der jüngst berufenen Kommission niemand für die junge Generation spricht.

Die Regierung plündert wider besseres Wissen die Rentenkassen

Hubertus Heil steht schon in den Startlöchern. Der Bundesminister für Arbeit und Soziales will neue Ausgaben für die Rentenversicherung per Gesetz verabschieden. Obwohl ihm klar sein sollte, dass das jetzige Rentensystem in einigen Jahren so nicht mehr zu finanzieren ist. Zum Beispiel sollen noch vor der Sommerpause weitere Kosten für das Rentensystem beschlossen werden: die Ausweitung der Mütterrente, die Grundrente und die doppelte Haltelinie, also die Idee, das Rentenniveau bis 2025 auf dem heutigen Niveau zu halten.

Wenn die Bundesregierung wider besseres Wissen die Rentenkasse plündert, braucht sie keine Kommission. Es wäre das Mindeste, dass sie ihre Rentenpläne auf Eis legt, bis die von ihr eingesetzte Arbeitsgruppe ein belastbares Konzept für eine sichere Rente vorlegt. Doch die Regierung verbreitet Unsicherheit nach allen Seiten: Die Rentner von heute wissen nicht, ob sie auch bei einem Wirtschaftseinbruch noch ihr Geld bekommen, und die junge Generation muss fürchten, nur gemolken zu werden, im Ruhestand dann aber fast nichts aus der Rentenkasse ausgezahlt zu bekommen.

Wir werden nicht einbezogen, aber sollen die Lasten des Rentensystems tragen

Zu dieser doppelbödigen Politik passt die Besetzung der Rentenkommission: Es wurden nur Vertreter der älteren Generation berufen. Die Jungen wurden komplett außen vor gelassen. Die beiden Vorsitzenden der Kommission sind bereits im Rentenalter und entwickeln ein Konzept, von dem sie selbst nicht mehr betroffen sein werden. Von uns Jungen wird erwartet, die Lasten des Rentensystems zu tragen, die Regierung aber schließt uns aus – das ist absurd.

Schon heute geben wir jeden zweiten Steuereuro für den Sozialstaat ab, fast ein Drittel des Bundeshaushalts fließt in die Altersversorgung. Im Jahr 2035 – wenn die jetzt Geborenen die Schule verlassen – werden sich die staatlichen Kosten für die Alterssicherung von derzeit 300 auf 600 Milliarden Euro verdoppelt haben. Das werden die bezahlen, die sich jetzt nicht wehren. Solidarität zwischen den Generationen darf keine Einbahnstraße zugunsten der heute Älteren sein. Unsere junge Generation muss noch so viel Nettogehalt übrig behalten, dass wir auch selbstständig für unser Alter vorsorgen können.

Quelle: Xing

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