Jede Demokratie, die ihre Konflikte nicht austrägt, hört auf, demokratisch zu sein. Günter Grass

Wir brauchen eine europäische Außenpolitik

Ohne die von den USA im Bündnis u.a. mit Saudi Arabien betriebene Regime-Change Politik hätte es nie derartige Probleme mit dem IS und anderen islamistischen Terrorbanden gegeben.

Ich mache mir Sorgen, dass es im Nahen Osten bald einen neuen Krieg gibt. Selbst der ehemalige US-Präsident Obama hat es als einen „ernsten Fehler“ von Donald Trump bezeichnet, das Atomabkommen mit dem Iran zu kündigen, „ohne dass es einen iranischen Verstoß gegen den Deal gibt.“

Dieser Meinung kann ich mich nur abschließen. Der Iran sei der „führende Terror-Unterstützer im Nahen Osten,“ so Trump.

Wirklich? Vielleicht sollten er und seine Verbündeten mal in den Spiegel schauen. Ohne die von den USA im Bündnis u.a. mit Saudi Arabien betriebene Regime-Change Politik hätte es nie derartige Probleme mit dem IS und anderen islamistischen Terrorbanden gegeben.

Ich erwarte von Kanzlerin Merkel, dass sie sich für den Erhalt des Atomabkommens stark macht und aus der Eskalations- und Aufrüstungsspirale aussteigt.

Es ist höchste Zeit für eine eigenständige europäische Außenpolitik, die auf Diplomatie und Entspannung setzt statt immer wieder Öl ins Feuer zu gießen.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Rolf Bergmeier, Oskar Lafontaine, Wolf Achim Wiegand.

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