Der Türkei-Deal: moralische Bankrotterklärung!

von Sahra Wagenknecht21.03.2017Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Es ist mehr als absurd, sich zur Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgerechnet mit Terrorpaten wie Erdogan zu verbünden, die als personifizierte Fluchtursache angesehen werden können.

Die nächste Stufe im Streit mit der Türkei: der Flüchtlingsdeal mit der EU wird aus Ankara zum Teil ausgesetzt und soll – so wird gedroht – ganz aufgekündigt werden.

Ich halte das endlich mal für einen sinnvollen Vorschlag. Denn dieser Türkei-Deal war noch nie eine Lösung, sondern eine moralische Bankrotterklärung. Kanzlerin Merkel adelte damit Erdogan zum Türsteher Europas. In dieser Funktion kann der türkische Despot die europäischen Länder fast grenzenlos erpressen.

Dabei ist es doch mehr als absurd, sich zur Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgerechnet mit Terrorpaten wie Erdogan zu verbünden, die als personifizierte Fluchtursache angesehen werden können.

Mein Vorschlag an die große Koalition ist deshalb: Hört endlich auf, Euch von Erdogan erpressen zu lassen, setzt Euch in der EU für die Kündigung des Flüchtlings-Deals ein und bekämpft Fluchtursachen, indem ihr endlich eine friedliche Außen- und eine faire Aussenwirtschaftspolitik macht.

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