Schluss mit der deutschen Unterstützung von US-Drohnenkriegen

von Sahra Wagenknecht24.07.2016Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Medien

Die Mainstream-Medien informieren nicht über die US-Luftangriffe in Syrien und die vielen Toten. Hier läuft etwas falsch bei der Berichterstattung. Wann werden unsere führenden Politiker endlich begreifen, dass US-Luftangriffe und Amok-Attacken zusammenhängen?

Fast täglich erreichen uns Nachrichten über getötete Zivilisten im syrischen Bombenkrieg. Fast 100 unschuldige Menschen sind laut der Nachrichtenagentur Reuters in dieser Woche allein bei US-geführten Luftangriffen in Syrien ums Leben gekommen.

Mainstream-Medien informieren nicht über US-Luftangriffe in Syrien

In den Mainstream-Medien findet man von diesem Terror kaum ein Wort. Wohl aber Warnungen von Europol vor weiteren möglichen Amok-Läufen von Einzeltätern in unserem Land. Ich frage mich: Wann werden unsere führenden Politiker endlich begreifen, dass beides zusammenhängt? Wer selbst Unschuldige tötet – und sei es im Namen von angeblicher Terrorbekämpfung – wird immer mehr Hass säen. Das gilt für alle, die in Syrien, Afghanistan oder anderen Ländern bomben und töten. Auf diesem Boden gedeihen dann Taten wie in Nizza oder Würzburg: furchtbare Amok-Läufe, tödliche Terror-Akte und blanke Gewalt.

Das erschreckt, verstört und lässt uns alle tief betroffen zurück. Trotz alledem sollten uns solche Taten politisch nicht sprach- und kraftlos machen. Nie war es wichtiger als jetzt, für eine friedliche Welt einzutreten.

Schluss mit der deutschen Unterstützung von US-Drohnenkriegen

Schluss mit der deutschen Unterstützung von US-Drohnenkriegen. Schluss mit Beteiligung an Interventionskriegen, bei denen es in Wahrheit nicht um Terrorbekämpfung, sondern um Einflusssphären und Zugang zu Rohstoffen geht. Lasst uns die Ursachen von Hass bekämpfen statt weltweit ständig neuen Hass zu säen und unser Land immer unsicherer und gefährlicher zu machen.

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