Hard as a rock

von Ruben Alexander Schuster7.02.2012Außenpolitik

Die Queen feiert ihr 60. Thronjubiläum. Ein langes Leben voller Höhen und Tiefen liegt hinter ihr und ein Ende ist nicht in Sicht. Ein Blick auf das faszinierende Leben des britischen Staatsoberhaupts.

Seit genau 60 Jahren ist sie die Speerspitze der britischen Monarchie und damit mehr als ein Familien- und Staatsoberhaupt. Sie ist wie keine andere zum Symbol von Tradition und Kontinuität geworden und hat damit die Identität ihrer Nation geprägt. Als 25-jährige Prinzessin reiste sie 1952 mit ihrem deutschen Gemahl Prince Philip durch Kenia und erfuhr dort am 6. Februar vom Tod ihres Vaters King George VI. Zwei Tage später wurde diese junge Prinzessin in London zur Queen Elizabeth II. proklamiert, der „Königin von Gottes Gnaden des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und ihrer anderen Länder und Gebiete, Oberhaupt des Commonwealth und Verteidigerin des Glaubens“. Dieser Titel macht deutlich, dass der britische Monarch eine Sonderrolle innerhalb der europäischen Königshäuser einnimmt, da er zum einen Oberhaupt einer christlichen Glaubensgemeinschaft (der anglikanischen Kirche) ist und zum anderen sein Herrschaftsanspruch weit über die Grenzen Europas hinweg reicht.

Ein Gefühl von Einheit, Stolz, Stabilität und Kontinuität

In ihrer konstitutionellen Pflicht erfüllt die Queen eine Doppelfunktion. Sie ist „Head of State“ und „Head of Nation“. Als Staatsoberhaupt fallen ihr klassische innen- und außenpolitische Aufgaben zu: Parlamentseröffnung, Unterschreiben von Gesetzen, Botschafterernennungen und Staatsbesuche. Als Oberhaupt der Nation sind es doch deutlich abstraktere Anforderungen, die ein Monarch mit seinem eigenen Gestaltungswillen formulieren und definieren muss. In genau dieser Funktion spielt Queen Elizabeth II. ihre Stärken aus. Seit über einem halben Jahrhundert versteht sie geradezu meisterlich, durch gekonnte Inszenierung ihrer Institution einer ganzen Nation ein Gefühl von Einheit, Stolz, Stabilität und Kontinuität zu vermitteln. Dieses über jeglichen Wandel der Zeit erhabene Wertefundament ist in ihrem eigenen Selbstverständnis keineswegs ein theoretisches Abstraktum, sondern täglich gelebte Realität. Dieser vor allem durch Disziplin, Selbstlosigkeit und Pflichterfüllung geprägte Lebensstil wurde zu einer Art Idealbild fürs Denken und Handeln einer ganzen Nation, wie ich bereits in meinem

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