Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich bedroht

von ROLAND Rechtsreport21.02.2017Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Laut dem ROLAND RECHTSREPORT fühlen sich die Bundesbürger durch die Zunahme von Anschlägen und Amokläufen im Sommer des vergangenen Jahres in ihrem Sicherheitsgefühl stark bedroht. Mehr als ein Viertel meidet bestimmte Orte oder Ereignisse.

Zehn Prozent fühlen sich sehr durch Terrorismus bedroht, mehr als ein Viertel meidet bestimmte Orte oder Ereignisse.

Vor dem Hintergrund mehrerer Attentate in Deutschland und Europa im Sommer 2016 schätzen derzeit sieben von zehn Deutschen die Gefahr, die von radikalen islamistischen Gruppen ausgeht, als groß oder sehr groß ein. Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt, dass die Verunsicherung deutlich zugenommen hat. Hielten schon 2009 ganze 55 Prozent das Gefahrenpotenzial für groß oder sehr groß, waren es 2014 bereits 63 Prozent.

Die Mehrheit der Deutschen (65 Prozent) fühlt sich auch persönlich durch Terrorismus bedroht, zehn Prozent sogar sehr. Dieses Gefühl äußert sich unter anderem darin, dass 45 Prozent der Bürger an Orten mit vielen Menschen schon mindestens einmal verunsichert waren – ganz gleich ob auf Bahnhöfen, auf Volksfesten oder in Innenstädten.

Drei Prozent fühlen sich sogar permanent unsicher. Zwar führen die meisten Deutschen weiterhin ihr gewohntes Leben – dennoch meiden immerhin 27
Prozent aus Vorsicht bestimmte Orte oder Ereignisse wie große Volksfeste, Sportveranstaltungen oder Flughäfen. Darüber hinaus haben Menschen, die sich akut vom Terrorismus bedroht fühlen, weit mehr als der Bevölkerungsdurchschnitt ihr Verhalten geändert, um einem möglichen Anschlag aus dem Weg zu gehen. Von ihnen verhalten sich 60 Prozent aus Angst vor Terror anders als früher. Von denjenigen, die sich in der letzten Zeit an bestimmten Orten unsicher gefühlt haben, schränkt sich fast jeder Zweite ein.

Mehrheit vertraut der Politik im Kampf gegen den Terrorismus nicht, mögliche Gegenmassnahmen werden dennoch begrüsst.

Bei aller Verunsicherung traut nur jeder Vierte der Politik zu, Deutschland mit den richtigen Maßnahmen vor Terroranschlägen schützen zu können. Die Mehrheit von 58 Prozent hingegen glaubt, dass ein wirksamer Schutz kaum möglich ist. Die Bevölkerung hält dennoch eine ganze Reihe von Maßnahmen im Anti-Terror Kampf für sinnvoll und unterstützt diese, um die Terrorgefahr zumindest einzuschränken. So sind jeweils mehr als drei Viertel dafür, Personen zu verhaften, die in terroristischen Ausbildungscamps waren, öffentliche Plätze strenger zu überwachen und enger mit ausländischen Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. Fast ebenso viel Unterstützung erhalten die konsequente Abschiebung von Asylbewerbern unter Terrorverdacht sowie stärkere Grenzkontrollen. 62 Prozent der Deutschen möchten zudem, dass Personalausweise und Reisepässe grundsätzlich mit biometrischen Daten ausgestattet werden, 59 Prozent fordern die Registrierung der Fingerabdrücke von jedem, der nach Deutschland einreist.

Und mehr als die Hälfte der Deutschen begrüßen es, Terrorverdächtige in Sicherheitsverwahrung zu nehmen, selbst wenn diesen keine konkrete Straftat nachgewiesen werden kann. Verglichen mit der Gesamtbevölkerung finden sich unter denjenigen, die sich aktuell akut durch Terrorismus bedroht fühlen, besonders viele Befürworter möglicher Anti-Terror-Maßnahmen – zur Not sogar zulasten der Freiheitsrechte. So unterstützen nur 31 Prozent der Gesamtbevölkerung, aber 47 Prozent der akut Verunsicherten Hausdurchsuchungen schon bei geringem Verdacht. 40 Prozent der Gesamtbevölkerung möchten jeden nach Deutschland Einreisenden vom Bundesgrenzschutz fotografieren lassen, von den stark Verunsicherten sind es 64 Prozent. Beim Thema Überwachung von Telefonaten, Post und Internetverkehr wünschen sich nur 28 Prozent der Gesamtbevölkerung ein strengeres Vorgehen – gegenüber 51 Prozent der akut Verunsicherten.

“ROLAND RECHTSREPORT 2017”:https://www.roland-rechtsschutz.de/media/rechtsschutz/pdf/unternehmen_1/ROLAND_Rechtsreport_2017_Final.pdf

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Die erstaunlichen Geschäfte der Greta Thunberg-Lobby

Greta Thunberg bricht mit einem Segelboot in die USA auf. Das globale Medienspektakel um die Klimaschützerin erreicht einen neuen Höhepunkt. Doch im Hintergrund ziehen Profis ihre PR-Strippen und machen erstaunliche Geschäfte.

"Ganz klar die Ausländerkriminalität."

Vor einigen Wochen stellte Friedrich Merz völlig zu Recht - aber natürlich auch völlig entsetzt - fest, dass sehr viele Polizisten und Soldaten mittlerweile Unterstützer der Alternative für Deutschland sind.

Unsere Positionen sind keineswegs AfD-nah

Gern unterstellen unsere Gegner der WerteUnion, unsere Positionen seien AfD-nah. Die Realität ist aber, dass die WerteUnion Positionen vertritt, die über Jahrzehnte unbestritten Positionen der CDU/CSU waren. Leider hat die alte Parteiführung diese Positionen in den letzten Jahren aber über Bord

Der Rest der Welt hält Deutschland für verblödet

Deutschland ist nur für kaum mehr als 1 % des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, während China, der größte Emittent, vom Pariser Klimaschutzabkommen das Recht auf Steigerung seiner CO2-Emissionen eingeräumt bekommen hat. Die politisch herbeigeführte Verelendung der deutschen Bevölk

Fünf Gründe, die für die E-Mobilität sprechen

Die Absatzzahlen steigen sprunghaft. Die Batterietechnik meldet Durchbrüche. Die Produktion von E-Autos wird ab sofort in gewaltige Volumina vorstoßen. Branchenexperten sprechen vom „Take-off“ der E-Mobilität.

Warum Sie aus der Klimakirche austreten sollten

Es gibt in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen darüber, ob es eine allgemeine Klimaerwärmung gibt und welchen Anteil der Mensch daran hat. Diese unterschiedlichen Positionen werden von Politik und Systemmedien nicht offen diskutiert; vielmehr wird wahrheitswidrig behauptet, dass nur ein un

Mobile Sliding Menu