Brüderle, Rösler, Rumpelstilzchen

von Richard Schütze19.03.2012Innenpolitik

Die Gauck-Wahl hat der Bundesregierung nur eine kurze Pause verschafft, die anstehenden Landtagswahlen könnten das Ende der Koalition einleiten.

Nach der Wahl von Joachim Gauck zum Bundespräsident kann die Regierung nur kurz durchatmen. An Rhein und Ruhr geht es bei der bevorstehenden Landtagswahl in NRW gleich wieder um sehr viel, wenn nicht gar um alles. Urplötzlich wird offenbar, dass CDU und FDP kaum mehr über ein schlüssiges Konzept verfügen und erst recht keinen Masterplan für eine bürgerliche Gesellschaft entwickelt, geschweige denn abgestimmt haben. Innen- und gesellschaftspolitisch scheint je nach Aktualität das Prinzip Management by Zufall die Oberhand zu gewinnen. Dieser Zustand der Lethargie und Lustlosigkeit war lange durch die Staatsschulden- und Eurokrise sowie die monatelange Beschäftigung mit der Causa des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff verdeckt worden.

Rösler würde Niederlage in NRW nicht überstehen

Für die FDP steht es gleich in drei Landtagswahlen im Saarland am 25. März, in Schleswig-Holstein am 6. Mai und in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai Spitze auf Knopf. Flächendeckend dümpelt die Partei in den Meinungsumfragen um die sogenannte Wahrnehmungsschwelle von 2 Prozent der Wählerstimmen herum. Sollten die Liberalen vor allem in NRW den Wiedereinzug in den Landtag verpassen, dann wäre auch das Schicksal ihres derzeitigen Vorsitzenden, des 39-jährigen Philipp Rösler, besiegelt

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