Wie sich die Demokratie selbst zerstört

Ramin Peymani20.01.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Wissenschaft

Woche für Woche erhalten Sie auf diesem Wege meine aktuelle Kolumne. Heute möchte ich Ihnen mein neues Buch vorstellen. “Weltchaos” beschreibt auf mehr als 180 Seiten, in welche Lage eine poltische Kaste unsere Welt gebracht hat, die Moral über Recht, Gefühl über Wissen und Ideologie über Vernunft stellt. Deutschland steht exemplarisch für diesen rapiden Verfall, dem der Wunsch nach einem radikalen Gesellschaftsumbau zugrundeliegt. Mehr als 50 Essays beleuchten die fortschreitende Entmündigung der Bürger und den um sich greifenden Totalitarismus. Der renommierte Volkswirt und Bestsellerautor Dr. Markus Krall hat außerdem einen lesenswerten Gastbeitrag über die Wiederauferstehung des Sozialismus beigesteuert – „Das neue Biest“ kommt heute im Gewand des Ökologismus daher. Lesen Sie mehr über das „Weltchaos“ in meiner heutigen Kolumne.

Liebe Leser, an dieser Stelle finden Sie Woche für Woche meine aktuelle Kolumne. Heute erlaube ich mir, sie auf mein vor wenigen Tagen erschienenes neues Werk hinzuweisen. „Weltchaos“ beschreibt auf mehr als 180 Seiten, in welche Lage eine poltische Kaste unsere Welt gebracht hat, die Moral über Recht, Gefühl über Wissen und Ideologie über Vernunft stellt. Deutschland steht exemplarisch für diesen rapiden Verfall, dem der Wunsch nach einem radikalen Gesellschaftsumbau zugrundeliegt. Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortung gelten als unsolidarisch, gewollt sind Abhängigkeit und Kollektivismus. Die Stilmittel des „Nudgings“ und „Framings“, seit Generationen die Grundlagen aller Agitprop-Systeme, wurden dafür perfektioniert. Über die öffentlich-rechtlichen Sender und eine ganze Heerschar willfähriger Journalisten ist eine veröffentlichte Meinung geschaffen worden, die mit solch erdrückender Beharrlichkeit zur angeblichen öffentlichen Meinung erklärt wird, dass die Mehrheit sie genau dafür hält. Wer Zweifel anmeldet, den trifft die Rechtspopulismuskeule, wer Gegenargumente liefert, wird gesellschaftlich unmöglich gemacht, bevor allzu viele Bürger die Logik der Argumentation erfassen. Wissenschaftler oder Experte darf sich nur noch nennen, wer den vorgegebenen Kurs und die manifestierten Dogmen unterstützt. Tatsächliche Wissenschaftler und Experten, die gegenläufige Überzeugungen vertreten, werden mit dem Brandmal „umstritten“ unschädlich gemacht. Doch die Gesetze der Naturwissenschaften und die Grundlagen des gesunden Menschenverstandes kann auch das polit-mediale Dauerfeuer nicht außer Kraft setzen.

Inzwischen ist der Irrweg des Ökologismus fast vollendet, sind die Gesetze erlassen und milliardenschwere Steuererhöhungen beschlossen

Es sind die großen Themen unserer Zeit, die in „Weltchaos“ behandelt werden und den Herrschenden dazu dienen, ihre Macht abzusichern, um sich zunehmend unabhängiger von Wahlen und Wahlvolk zu machen. Durch die Schaffung immer größerer Einheiten werden die Entscheidungen nicht nur immer weiter weg von der Lebenswirklichkeit der Bürger getroffen, sondern deren Einflussmöglichkeit auch immer weiter entzogen. Nur auf diese Weise lassen sich die politischen Irrwege der Umwelt-, Energie- und Klimapolitik beschreiten. Nur so lässt sich eine bedingungslose Zuwanderungsagenda gegen den Bürgerwillen durchsetzen. Inzwischen ist dieser Weg fast vollendet, sind die Gesetze erlassen und milliardenschwere Steuererhöhungen beschlossen. Angeführt von supranationalen Einrichtungen, die ursprünglich als völkerverbindende Elemente angelegt waren, längst aber Dachregierungen sind, ist der Kunstgriff gelungen, durch eine sorgsam geschürte Klimahysterie die breite Bereitschaft dafür zu schaffen, auch noch den letzten hart verdienten Euro an der Staatskasse abzuliefern, um die Welt vor einem unwahrscheinlichen, aber von einer Mehrheit für möglich gehaltenen „Klimakollaps“ unseres Planeten zu retten. Das Geld wird dabei natürlich gar nicht für das Klima benötigt. Warum auch? Dem Klima geht´s gut. Es ändert sich lediglich, derzeit mal wieder schneller als in anderen Erdzeitaltern. Benötigt werden die Abermilliarden für die Finanzierung der Migrationspolitik und deren unabsehbare Folgen. Dass es immer noch Staaten gibt, die sich diesem Taschenspielertrick verweigern, bringt die Berliner Politkaste derart auf die Palme, dass sie den letzten Funken Anstand über Bord geworfen hat.

Vielleicht gelingt es tatsächlich irgendwann, eine Mehrheit der Bürger davon zu überzeugen, dass sie für ein politisches Spiel missbraucht werden

Der Volkswirt, Risikomanager und Unternehmensberater Dr. Markus Krall beschreibt „das neue Biest“ in einem bemerkenswerten Gastbeitrag und zeigt, dass der Ökologismus unserer Zeit nichts weiter ist als die Wiederauferstehung des Kommunismus. Der Autor und Vortragsredner, der sich intensiv mit der Geldpolitik auseinandersetzt und der Eurozone eine düstere Zukunft vorhersagt,  ist einem breiten Publikum 2017 durch seinen Bestseller „Der Draghi-Crash“ bekanntgeworden. Inzwischen hat er mit „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ einen weiteren Bestseller nachgelegt. Sein neues Buch „Verzockte Freiheit“ ist gerade im Handel erschienen. Darin beschreibt der Top-Consultant seine als Insider gewonnenen Einsichten aus der Finanzkrise und führt dem Leser vor Augen, warum diese den Grundstein für die heutige Erosion unserer Demokratie und die immer weitere Zurückdrängung der individuellen Freiheit gelegt hat. Vielleicht gelingt es tatsächlich irgendwann, eine Mehrheit der Bürger davon zu überzeugen, dass sie für ein politisches Spiel missbraucht werden, in dem nicht ihr Wohl im Mittelpunkt steht, sondern die Errichtung eines neuen Totalitarismus. Die mehr als fünfzig Essays in „Weltchaos“ liefern hierfür jedenfalls genügend Material. Das zeitlose Dokument der fortschreitenden Unfreiheit und Unmündigkeit beleuchtet die vielfachen Erscheinungsformen eines neuen Sozialismus, der sich auf perfide Weise schlagkräftige Armeen geschaffen hat, die aber inzwischen außer Kontrolle zu geraten drohen. „Weltchaos“ (ISBN 3750431752) ist in allen Buchhandlungen und Online-Shops erhältlich. Das Ebook folgt in Kürze.

Quelle: Liberale Warte

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