Der „Weltklimarat“ ist ein politisches und kein wissenschaftliches Gremium

Ramin Peymani5.02.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Es lohnt sich, ab und zu mal ins Archiv zu gehen. Vor allem die Internet-Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender bieten zuweilen Erstaunliches. Man gewinnt einen guten Eindruck davon, wie schnell sich der Wind gedreht hat. In nur wenigen Jahren ist es einer finanziell üppig ausgestatteten und mit dem Segen der Regierenden handelnden Gruppe von Apokalyptikern gelungen, die öffentliche Meinung zu dominieren, supranationale Organisationen zu beherrschen und staatliche Institutionen unter ihre Kontrolle zu bringen. Ihr Ziel ist es, den Kollektivismus kommunistischer Systeme wiedereinzuführen, der freilich diesmal subtiler und raffinierter daherkommt. Lesen Sie dazu meine aktuelle Kolumne.

Vor kurzem bin ich auf ein Video gestoßen, welches auf beklemmende Weise unterstreicht, dass die heutige Klimahysterie ein jahrzehntelang vorangetriebenes Projekt ist, mithilfe dessen eine totalitäre Machtelite inzwischen das Regiment übernommen hat. Bei dem siebeneinhalbminütigen Beitrag aus dem Jahr 2007 handelt es sich jedoch nicht etwa um das verschwörungstheoretische Hirngespinst irgendeiner rechtspopulistischen Gruppierung, sondern um einen Ausschnitt aus einem der ältesten Magazine der ARD zum politischen Geschehen. Seit über 50 Jahren flimmert die Sendung „Report“ über die Mattscheibe. Unter den deutschen Politmagazinen hat sie die höchste Einschaltquote. Heute dürfte der Beitrag über die Machenschaften der Klimaextremisten nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Hauptprogramm laufen, denn längst haben diese alle Institutionen unter ihre Kontrolle gebracht. Zu diesem Zweck wurde 1988 das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gegründet. Dieser Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen wurde mit dem Gründungsauftrag ausgestattet, als regierungsübergreifender Rat zu beweisen, dass der Mensch die Schuld am Klimawandel trägt. Den Gründern war klar, dass sie nur auf diese Weise an die billionenschweren staatlichen und privaten Zuschüsse gelangen würden, die sie für den Gesellschaftsumbau benötigen. Mit Halbwahrheiten und Horrorszenarien wird die angeblich nahende Apokalypse seither immer hysterischer beschworen. Das verängstigte Publikum nimmt dabei nicht einmal wahr, dass alle bisherigen Untergangsvorhersagen entweder vom IPCC selbst wieder kassiert oder von der Realität widerlegt worden sind.

Der neo-sozialistische Ansatz der Klimatotalitären braucht eine Gesellschaft, in der das Individuum vollständig im Kollektiv verschwindet

Auch frühere Apokalyptiker wie der berühmt-berüchtigte Club of Rome mit seiner legendären Mär vom versiegenden Öl sind längst der Scharlatanerie überführt worden. Heute betreten immer neue Spieler das Feld, doch in ihrer Arglist und ihrer erbärmlichen Trefferquote bei der Katastrophenvorhersage, mit der sie den angestrebten Demokratieumsturz einleiten wollen, unterscheiden sie sich nicht von ihren obskuren Vorgängern. Sie werden nach Kräften von führenden Vertretern der ersten Generation von Weltuntergangssekten unterstützt, wie etwa Fridays for Future, das sich der Kontoführung durch die Plant for the Planet Foundation erfreut, deren Mitbegründer Frithjof Finkbeiner kein Geringerer ist, als der Vizepräsident des Club of Rome Deutschland. Die Klimatotalitären haben mittlerweile leichtes Spiel, vor allem hierzulande. Doch ihr neo-sozialistischer Ansatz braucht eine Gesellschaft, in der das Individuum vollständig im Kollektiv verschwindet. Ihre Vorbilder sind daher die Unrechtsregime der Vergangenheit und der Gegenwart, und sie liegen wohl nicht einmal falsch mit ihrer Überzeugung, aus den Fehlern gescheiterter Diktaturen gelernt zu haben. Solange man die Menschen mit Unterhaltung erfreut, ihnen genug zu essen gibt und den Zugang zu jedem erdenklichen Konsum sicherstellt, ordnet sich eine große Mehrheit nur allzu bereitwillig dem faschistischen System unter. Wir Menschen sind nun einmal so: Die weit überwiegende Zahl von uns schreckt vor zu viel Freiheit zurück, bedingt dies doch im Umkehrschluss, eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung vor allem für sich selbst zu übernehmen und für die eigenen Fehler geradezustehen.

Der „Weltklimarat“ ist ein politisches und kein wissenschaftliches Gremium, das uns Angst vor der Zukunft machen will, um zu herrschen

Vermeintliche Heilsbringer erhalten daher stets regen Zulauf. Ablasshändler auch. Daran hat sich seit Jahrtausenden nichts geändert. Und schon die alten Römer hatten das „Brot und Spiele“-Konzept als Herrschaftsinstrument perfektioniert. Doch zurück zum ARD-Beitrag von 2007. In diesem kommen ein ehemaliger IPCC-Mitstreiter sowie renommierte Wissenschaftler zu Wort, die allesamt dasselbe Bild zeichnen: Das Narrativ vom menschengemachten Klimawandel sollte geschaffen werden. Nur darum ging es. Nur so konnten die Neo-Sozialisten gewinnen. Die vielen Stimmen aus der Wissenschaft, die den Kanon nicht mitsingen wollten, wurden von Beginn an systematisch aus dem Diskurs verdrängt und von einer Mitsprache ferngehalten. Beim aufgeklärten Bürger gehört dies zum Allgemeinwissen. Doch die öffentlich zugänglichen Berichte, Dokumentationen und Fakten werden von einem Großteil der Menschen immer noch ignoriert. Die Klimatotalitären stünden auf verlorenem Posten, würde jeder die Informationsmöglichkeiten nutzen, die das Internet bereitstellt. Dann wüsste bald auch der Letzte, dass es sich beim „Weltklimarat“ um ein politisches und kein wissenschaftliches Gremium handelt, das uns Angst vor der Zukunft machen will, um eine neue Herrschaftsform zu etablieren. Oder, wie es der Volkswirt und Bestsellerautor Dr. Markus Krall in seinem Gastbeitrag für mein Buch „Weltchaos“ formuliert: „Die herbei fantasierte Klimakatastrophe hat die kommunistische Verelendungshypothese der Massen als Drohgebilde ersetzt.“ Der Sozialismus ist oft gescheitert, doch er war nie tot. Und als Ökologismus ist er vermutlich stärker denn je zurückgekehrt.

Quelle: Liberale Warte

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