Kevin Kühnert wird der (über)nächste SPD-Vorsitzende

Rainer Zitelmann4.12.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Wirtschaft

Ich wette, Kevin Kühnert wird den (noch nicht gewählten) SPD-Vorsitzenden
Norbert Walter-Borjans und seine Partnerin Saskia Esken ablösen. Sie glauben das nicht? Immerhin hatte ich schon öffentlich eine Wette angeboten, dass die beiden bei der Stichwahl zum SPD-Vorsitz als Sieger hervorgehen, und nicht Scholz.

Doch ich bin sicher, Esken und Walter-Borjans werden nur eine Übergangsrolle spielen. Saskia Esken ist einfach nur lächerlich – das konnte jeder unlängst bei Markus Lanz erleben. Ihre rhetorische Unfähigkeit war für jeden Zuschauer so deutlich, dass es sogar sichtlich dem neben ihr sitzenden Walter-Borjans peinlich war. Sie ist eben ein reines Ergebnis der Frauenquote und hat bisher nicht einmal in der eigenen Partei bewiesen, dass sie etwas kann. Sie kann nur stolz auf ihre Tätigkeit in einem Elternbeirat hinweisen. Beide sind rhetorisch schlecht, beide sind keine Sympathieträger, beide sind keine Hoffnungsträger – für niemanden.

Die SPD will nach Linksaußen, also dorthin, wo die Partei DIE LINKE heute schon ist. Dafür ist Kühnert der richtige Mann. Er bewundert Jeremy Corbyn, den marxistischen Führer der Labour-Party. Er denkt politisch linksradikal, will große Konzerne wie BMW am liebsten enteignen und privaten Immobilienbesitz verbieten. Seine Positionen sind kaum mehr von denen der LINKEN zu unterscheiden.

Auch er hat im Leben bislang nichts geleistet, außer zwei Mal ein Studium aufzunehmen, ohne es zu beenden. Aber er ist rhetorisch brillant. Er ist ein Demagoge, der der SPD das gibt, was sich offenbar viele Mitglieder heute wünschen, nämlich kompromisslose, radikale sozialistische Parolen.

Medien wie der SPIEGEL haben ihn schon vor Monaten auf den Thron gehoben. Er steht für die von vielen herbeigesehnte Linksfront-Regierung aus Grünen, SPD und Linker.

Kühnert hat das Duo Esken/Walter-Borjans unterstützt. Er wird jetzt erst einmal Stellvertreter der beiden. Aber das ist nur ein Zwischenschritt, um die Macht in der SPD zu übernehmen und sie als sozialistische Partei auszurichten, die endgültig das Godesberger Programm hinter sich lässt.

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