„Steuern zahlen nur Idioten und Arme“

von Rainer Zitelmann15.11.2017Wirtschaft

Nach der Publikation der „Paradise-Papers“ geht die linke Hetze gegen Reiche weiter. Keine Lüge ist zu dummdreist, dass sie nicht gedruckt würde.

„Steuern zahlen nur Idioten und Arme“ behauptet Jakob Augstein in „Spiegel-Online“. Der Artikel trägt die Überschrift: „Zur Hölle mit den Reichen“. Eines von vielen Beispielen für Fake News, denn tatsächlich ist genau das Gegenteil richtig: Arme zahlen in Deutschland überhaupt keine Einkommensteuer. Und 50 Prozent der Steuerpflichtigen bezahlen nur 5,5 Prozent der Einkommensteuern. Dafür sind sie aber Bezieher zahlreicher Transferleistungen, die von den Besserverdienenden finanziert werden. Unter dem Strich erhalten sie aus der Steuerkasse also mehr als sie einzahlen.

1% zahlen 22,2% der Einkommensteuer

Und wie ist es mit den Reichen, die laut Augstein angeblich keine Steuern zahlen? Das Gegenteil ist richtig: Das obere eine Prozent der Steuerpflichtigen zahlt in Deutschland mehr als ein Fünftel der gesamten Einkommensteuer (22,2 Prozent). Und die zehn Prozent der einkommensstärksten Haushalte zahlen mehr als die Hälfte (55,3 Prozent) der Einkommensteuern. Der Anteil an der Finanzierung des Staatshaushalts dieser Haushalte mit hohem Einkommen hat seit 2010 zugenommen. Augsteins Behauptung, nur „Idioten und Arme“ zahlten Steuern, ist vollkommen absurd. Man fragt sich, zu welcher Gruppe er sich selbst rechnet. Das Vermögen der Augstein-Erben wird auf 200 Millionen Euro geschätzt. Rechnet sich Augstein zu der Gruppe der „Idioten“ oder der „Armen“?

Linke: Meisterin der Vermögensverschleierung im Ausland

Rudolf Augstein ist nicht der einzige linke Scheinheilige. Die Partei „Die Linke“ hat eine Aktuelle Stunde im Bundestag zu den «Paradise Papers» beantragt. Wenn Konzerne und Millionäre sich um die Beteiligung an den Kosten der Allgemeinheit drücken, müsse man das diskutieren, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte. Ich wundere mich über den Mut der Linken, dies zum Thema zu machen. Eine unabhängige Untersuchungskommission des Deutschen Bundestages stellte nämlich bereits 2006 fest: „SED/PDS verfolgte eine Strategie der Vermögensverschleierung“. Bekanntlich ist die Linke Rechtsnachfolgerin der SED, die sich zuerst in PDS und dann in „Linke“ umgetauft hat. Die Partei versuchte mit komplizierten Treuhand-Konstruktionen einen Teil ihres Milliardenvermögens zu verstecken. Das Barvermögen der SED/PDS betrug laut eigenen Angaben zum 31.12.1989 6,1 Mrd. DDR-Mark, dazu kamen aber enorme Vermögensreserven in Form von Betrieben und Immobilien. Brisant: Man verschwieg damals weitere Geldbestände auf ausländischen Konten.

Geheimoperation Putnik und Treuhandkonten

Legendär ist die sogenannte „Operation Putnik“, über die Sie unter

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu