Kaum Unternehmer bei SPD, Gr├╝nen & Linken

von Rainer Zitelmann6.10.2017Innenpolitik, Wirtschaft

Erfreulich: Die Zahl der Unternehmer im Bundestag ist deutlich gestiegen. Aber das liegt vor allem daran, dass FDP und AfD in den Bundestag eingezogen sind.

Alle Medien berichten in diesen Tagen gro├č ├╝ber eine von der Stiftung Familienunternehmen erstellte Erhebung, wonach die Zahl der Unternehmer im Deutschen Bundestag deutlich gestiegen sei. Von den 709 Abgeordneten sind immerhin 76 Unternehmer. In der letzten Legislaturperiode waren es nur 35. W├Ąhrend sich die Zahl der Unternehmer zwar mehr als verdoppelte, gilt das jedoch nicht ganz f├╝r den prozentualen Anteil, da im letzten Bundestag nur 631 Abgeordnete sa├čen.

Was in den Medienberichten nicht gesagt wird: Die erfreuliche Zunahme der Unternehmer ist ausschlie├člich darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass die AfD und die FDP (wieder) im Bundestag vertreten sind. Denn f├╝r die FDP ziehen 13 Unternehmer in den Bundestag ein, f├╝r die AfD 19. Damit liegt der Anteil der Unternehmer in diesen beiden Fraktionen bei 16 Prozent (FDP) bzw. 20 Prozent (AfD). Von den 41 Unternehmern, die zus├Ątzlich im Bundestag vertreten sind, stammen also fast 80 Prozent (32) von diesen beiden Parteien.

Linke Parteien fast unternehmerfrei

W├Ąhrend es in der CDU/CSU-Fraktion immerhin noch 30 Unternehmer gibt (12 Prozent), so haben Gr├╝ne, Linke und SPD zusammengenommen (!) gerade einmal einen Unternehmer mehr in ihren Reihen als die FDP, n├Ąmlich 14. Zusammengenommen haben die drei linken Parteien 289 Abgeordnete, der Unternehmeranteil liegt also unter f├╝nf Prozent!

Im deutlichen Kontrast dazu steht, dass gerade die Vertreter der Gr├╝nen glauben, sie w├╝ssten besonders gut ├╝ber Wirtschaft Bescheid. Denn es vergeht keine Woche, in der Cem ├ľzdemir und andere Gr├╝ne sich nicht besserwisserisch ├╝ber die ÔÇ×richtigeÔÇť Strategie und Produktpolitik beispielsweise der deutschen Automobilkonzerne ├Ąu├čern. Manchmal hatte man den Eindruck, Cem ├ľzdemir sei nun im Hauptberuf (ungebetener) Unternehmensberater und nur noch im Nebenberuf Politiker. ├ťbrigens: Wussten Sie, in welcher Partei der Anteil der Beamten und Angestellten im ├Âffentlichen Dienst am h├Âchsten ist? In der Parteimitgliedschaft der Gr├╝nen liegt er bei 45 Prozent, so hoch wie in keiner anderen Partei. Die Begeisterung daf├╝r, anderen Menschen Vorschriften zu machen, hat vermutlich bei der Berufswahl ebenso wie bei der Wahl der Parteimitgliedschaft gleicherma├čen eine gro├če Rolle gespielt.

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