Unfähig zur Führung

Rainer Zitelmann5.05.2017Innenpolitik

Jetzt sagt Ursula von der Leyen ihre USA-Reise ab – mit der Begründung, dass sie den Fall des rechtsextremen Pseudo-Asylbewerbers aus der Bundeswehr aufklären müsse, der Teil eines „Netzwerkes“ von fünf Mann sei.

Tatsächlich hat die Verteidigungsministerin ihre Reise deshalb abgesagt, weil sie befürchten muss, dass es der Truppe jetzt langsam reicht und sich offener Protest gegen eine unfähige Ministerin artikuliert. Von der Leyen beschimpft die Bundeswehr-Führung wegen Führungsschwäche, aber selbst hat sie in der Führung vom ersten Tag an versagt.

Die Streitkräfte sind in einem desolaten Zustand. Und die Verteidigungsministerin hat immer wieder gezeigt, dass sie völlig unfähig ist, die richtigen Prioritäten zu setzen. Genau dies ist jedoch die wichtigste Fähigkeit einer Führungspersönlichkeit. Von der Leyen hat sich vor allem mit nebensächlichen oder komplett überflüssigen Aufgaben befasst. Ganz oben auf ihrer Liste stand für sie, die Kinderbetreuung zu verbessern, Tagesmütter zu engagieren und die Zimmer schöner zu machen. Dafür sollten 100 Millionen Euro ausgegeben werden.

So will sie Putin erschrecken

Und immer wieder hat sie betont, eine der wichtigsten Aufgaben sei „eine Öffnung der Bundeswehr für weitere gesellschaftliche Gruppen“. Was sie damit meint? Die Truppe brauche, so eines ihrer Lieblingsthemen, vor allem viel mehr Menschen mit Migrationshintergrund, mehr Menschen mit Behinderungen sowie mehr Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen. Putin wird sich fürchten angesichts dieser wohldurchdachten Strategie zur Stärkung der deutschen Streitkräfte.

Zur Führung der Streitkräfte eines wichtigen Nato-Mitgliedes bedarf es jedoch mehr als politisch korrekter Sprüche und Vorschläge zur Verbesserung der Kinderbetreuung. Sie ist offenbar so vollständig mit der Aufgabe überfordert wie sie es bei ihrer Doktorarbeit war. Die Hochschuluntersuchungskommission, die ihre Dissertation nach Plagiatsvorwürfen unter die Lupe nahm, stellte offiziell fest, dass 20 Prozent der Arbeit fehlerhaft seien. Damit war ihre Doktorarbeit jedoch immer noch wesentlich besser als ihre Arbeit als Verteidigungsministerin. Angela Merkel mag von der Leyen wahrscheinlich gerade wegen ihrer Unfähigkeit, weil sie ihr so nicht gefährlich werden kann.

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