So könnte die FDP punkten

Rainer Zitelmann9.02.2017Europa, Innenpolitik

Alexander Graf Lambsdorff (FDP, Vizepräsident des EU Parlaments) hat gefordert, dass Griechenland die Eurozone verlassen muss. Die FDP, die aktuell bei Umfragen wieder auf 5% gefallen ist, muss mit solchen klaren Forderungen punkten, wenn sie Terrain gewinnen will.

Dass die Griechenland-Rettung ein Fehler war, konnte man von Anfang an wissen. Jetzt wurde wieder deutlich, dass die Griechen – wie immer – sämtliche Versprechungen brechen und die 250 Milliarden, die in die „Rettung“ dieses maroden Landes gesteckt wurden, eine unverantwortliche Verschwendung von Steuergeldern waren.

Alexander Graf Lambsdorff, der Neffe des berühmten und von mir bewunderten „Marktgrafen“ Otto Graf Lambsdorff, hat jetzt wiederum gefordert, dass Griechenland die Eurozone verlassen soll.
Die FDP muss ihre – richtigen – Ideen besser auf den Punkt bringen und zuspitzen, so wie Lambsdorff das jetzt gemacht hat. Warum soll man solche Themen allein der AfD überlassen?

Es gibt viele unzufriedene Unionswähler, die Bedenken haben, die AfD zu wählen. Das ist die natürliche Zielgruppe der FDP. Die FDP kann sie erreichen, wenn sie durch klare und zugespitzte Forderungen in der politischen Debatte wahrgenommen wird.

Wahlplakate für die FDP

Zudem bietet der Sozialpopulist Schulz hervorragende Chancen für die FDP, sich zu profilieren. Schulz schürt primitivsten Sozialneid und hetzt gegen Unternehmer, Besserverdiener, Vermögende und Immobilieneigentümer. Die FDP sollte das, was Schulz tut, beim Namen nennen: Unverantwortliche Hetze, billigster Sozialpopulismus.

Es genügt nicht, die richtigen Positionen zu vertreten. Sie müssen auch gehört werden. Und gehört werden sie in unserer Mediengesellschaft nur dann, wenn man sich traut, zuzuspitzen und vor allem keine Angst hat vor Gegenwind. GERMAN MUT ist die Parole der FDP. Das sollte auch und gerade im Wahlkampf gelten.

Das Desaster der Griechenland-Rettung ist aus den Medien weitgehend verschwunden. Aber in Wahrheit wird es immer schlimmer. „Griechenland raus aus dem Euro. FDP“. Das wäre ein Wahlplakat, das mir gefallen würde. „Rechtsstaat statt Merkel. FDP“ – wäre ein anderes. Und dann würde mir ein Plakat mit Fotos von Donald Trump, Marine Le Pen, Sarah Wagenknecht und Martin Schulz gefallen – Überschrift: „Nein zum Populismus. FDP.“

Werden sich die anderen Parteien und manche Medien über solche Plakate ereifern? Natürlich. Ein Plakat, über das sich niemand aufregt, ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde.

Am 13. Februar erscheint Zitelmanns neues Buch „Psychologie der Superreichen“. Inhalt und “Leseproben finden Sie unter:”:http://psychologie-der-superreichen.de/

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