Um die Meinungsfreiheit steht es nicht gut in Deutschland

von Rainer Wendt30.05.2019Gesellschaft & Kultur, Medien

Die Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig. Nur rund jeder fünfte Deutsche fühlt sich in der Öffentlichkeit frei, seine Meinung zu äußern.

Ein Untersuchungsbefund, wie er eigentlich schlimmer kaum sein könnte. Darüber habe ich ein ganzes Kapitel geschrieben, weil ich es für eine der wichtigsten Errungenschaften halte, in unserem Land seine Meinung frei äußern zu können, ein elementares Menschenrecht.

Diese Freiheit ist nicht nur dann erst in aktuer Gefahr, wenn Bestrafung oder Gewalt drohen, sondern schon dann, wenn Ausgrenzung, Ignoranz oder Stigmatisierung als Konsequenz der Meinungsäußerung folgen. Dafür gibt es leider etliche Beispiele, die ich in “Deutschland wird abgehängt – Ein Lagebericht” auch konkret “beschreibe”:https://www.amazon.de/Deutschland-wird-abgeh%C3%A4ngt-Ein-Lagebericht/dp/3742307045

An Universitäten wird man bedroht und niedergeschrien, regierungsunterstützt werden Eltern bespitzelt und angeschwärzt, Wissenschaftler lügen und denunzieren, was das Zeug hält, um Diskussionen zu unterdrücken.

75 Prozent der Befragten haben in einer Untersuchung mit dem Titel “Das freie Wort unter Druck” angegeben, dass sie in großer Sorge um die freie Meinungsäußerung in Deutschland seien und beklagten eine Zunahme von Bedrohungen.

Wir verlieren unsere Freiheit. Stück für Stück. Und sie wiederzuerlangen wird auf jeden Fall länger dauern, als uns lieb sein wird. Deshalb ist es wo wichtig, darum zu kämpfen.

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