Mehr Asyl- und Aufenthaltsdelikte durch Flüchtlinge

von Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)16.06.2016Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2015 zeigt einen deutschen Anstieg der Kriminalität durch Asyl- und Aufenthaltsdelikte.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 6.330.649 Straftaten polizeilich registriert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 4,1 Prozent. Die Sechs-Millionen-Grenze wurde wie auch im Berichts- jahr 2014 wieder überschritten. Die Häufigkeitszahl erhöhte sich von 7.530 auf 7.797 Fälle pro 100.000 Einwohner. Dies entspricht einem Anstieg um 3,5 Prozent. Die Gesamtaufklärungsquote lag mit 3.564.811 aufgeklärten Fällen im Jahr 2015 bei 56,3 Prozent (2014: 54,9 Prozent).

Im Jahr 2015 wurden 2.369.036 Tatverdächtige ermittelt (2014: 2.149.504). Bei den deutschen Tatverdächtigen wurde ein Rückgang um 4,9 Prozent auf 1.457.172 und bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen ein Anstieg um 47,7 Prozent auf 911.864 registriert. Der Tatverdächtigenanteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 28,7 Prozent auf 38,5 Prozent erhöht.

Der starke Anstieg der Fall- und Tatverdächtigenzahlen liegt in der hohen Anzahl der ausländerrechtlichen Verstöße (zum Beispiel unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt) im Zusammenhang mit Migrationsströmen begründet.

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