Das Dieselthema ist das Waterloo der Bundeskanzlerin
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Die AfD fährt auf der Überholspur, mit oder ohne Diesel. Die Große Koalition macht das mit ihrem Handlungsstau möglich. Ob bei der Einwanderung oder eben beim Dieselfiasko – Deutschland gleicht einem großen Inszenierungstheater, wo ein Hofnarr dem anderen die Hand gibt. Die Ereignisse bleiben pure Schattenspiele.
Seit Jahren steht das Thema Diesel auf der Agenda der Bundesregierung. Es ist wie ein Hütchenspiel, wo sich nur die Statisten ändern. Herausgekommen ist auch beim jüngsten Dieselgipfel im Kanzleramt wenig. Ob Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) oder Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) - beim Thema Diesel bleiben beide hilflose Statisten, die entweder der Automobillobby hinterherrennen oder dieser hilflos ausgeliefert sind. Scheuer setzt auf Verkaufsprämien, um die Automobilindustrie anzukurbeln, Schulze – sowie die SPD – wollen Hardwarenachrüstungen für ältere Dieselmodelle der Schadstoffklasse 5, was die stattliche Anzahl von 1,8 Millionen Diesel in Deutschland beträfe. Der Einbau von SCR-Katalysatoren würde die Industrie dann im Durchschnitt 2000 bis 3000 Euro kosten.