Berlusconistan

von Peter Weber14.12.2011Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Ein Blick hinter die Kulissen von Bella Italia hat das wahre Ausmaß der Katastrophe ans Tageslicht gebracht: Italien wurde kaputt regiert, Vetternwirtschaft und Korruption durchziehen alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Doch das größte Übel, Silvio Berlusconi, plant bereits seinen nächsten Streich.

Die Diskrepanz der nackten Zahlen aus Wirtschaft und Politik hat die bunten Seifenblasen zum Zerplatzen gebracht und Italien aus der Reality-Show zurück auf den harten Beton der Wirklichkeit katapultiert. Doch erst die Drahtzieher der internationalen Finanzspekulation brachten es fertig, die Welt vom penetranten Grinsen ihres Kapitalistenfreundes Silvio Berlusconi zu befreien, dessen heroischer Kampf die Kunst der Demagogie auf unerreichte Höhen führte.

Bad governance at its best

Selten war sich wohl die Weltöffentlichkeit derart einig, dass ein politisches Schauspiel viel zu lange dauerte. Wie war es möglich, dass ein demokratisch gewählter Politiker mit einer solchen Skandalbilanz immer noch regierte, wo die meisten Diktatoren in ähnlicher Lage längst gestürzt wären? Welche Veränderungen hat Berlusconis perfektionierte Videokratie in der politischen Kultur des Landes bewirkt, und welches politische Erbe

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu