Plastik Fantastik

Peter Orth26.02.2010Gesellschaft & Kultur, Politik, Wirtschaft

Kunststoff ist sicher, effizient und umweltschonend. Plastik ist ein nachhaltiger Werkstoff: Autos sparen Kraftstoff, Dämmstoffe senken den Energieverbrauch, Produkte lassen sich mit wenig Material sicher verpacken. Statt das Erdöl als Treibstoff zu verbrennen, sollte Kunststoff daraus werden, um wertvolle Energie zu sparen.

Die Deutschen sind enorm umweltbewusst. Über die Hälfte der Bevölkerung will laut einer Studie des Umweltministeriums mehr Engagement für die Umwelt, und 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Gleichzeitig ist Kunststoff in Deutschland enorm populär. Der Werkstoff verzeichnet in Repräsentativbefragungen Zustimmungsraten über 80 Prozent. Auch die Kunststoffindustrie wird von rund zwei Dritteln der Befragten positiv beurteilt. Die Menschen in Deutschland wissen, dass die Verwendung von Kunststoff sicher und umweltschonend ist. Sie honorieren die Vorteile, die nur Kunststoff bietet. Anschuldigungen, wie sie der Film “Plastic Planet” gegenüber Herstellung und Verwendung von Kunststoff, aber auch gegenüber der Industrie erhebt, werden daher kaum auf fruchtbaren Boden fallen. Die Kunststoffindustrie übernimmt umfassende Verantwortung für ihre Produkte – von der Erzeugung über die Verarbeitung und Anwendung bis hin zur Verwertung. Sie sieht sich seit vielen Jahren in der Pflicht, gemeinsam mit der Wissenschaft sachliche Informationen zu vermitteln und die Öffentlichkeit objektiv und umfassend zu informieren. Längst ist sie im ständigen, konstruktiven Dialog mit Politikern, mit Behörden, Nichtregierungs­organisationen und interessierter Öffentlichkeit. Daran wird auch ein Film, der lediglich Ängste schürt, statt sich einer rationalen Debatte zu stellen, kaum etwas ändern.

Kunststoff ist der Werkstoff der Nachhaltigkeit

Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts, denn Kunststoff ist der Werkstoff der Nachhaltigkeit. Noch immer werden in Europa neun von zehn Litern Erdöl als Brenn- oder Treibstoff verbrannt. Die weitaus bessere Alternative: Aus dem Öl wird ein Produkt aus Kunststoff, das hilft, wertvolle Energie zu sparen. So werden Autos mit Kunststoff leichter, sicherer und sparsamer. Der Kunststoffanteil an einem Pkw beträgt heute bis zu 15 Gewichtsprozent. Das ist sehr günstig für die Umweltbilanz. Ausgehend von einer Nutzungsdauer von zehn Jahren und einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern sparen die Pkws allein auf Europas Straßen dank Kunststoff rund 2,4 Millionen Tonnen Kraftstoff im Jahr. Noch größer ist das Sparpotenzial im Hochbau: Wer sein Haus mit modernen Kunststoff-Dämmstoffen isoliert, kann den Energieverbrauch um mehr als 70 Prozent senken. Würden in Deutschland alle Altbauten entsprechend saniert, könnten damit bis zu 90 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – das entspricht einem Drittel des deutschen Anteils am Kyoto-Ziel! Schließlich die Kunststoffverpackung: In Europa werden mehr als 50 Prozent aller Waren mit Kunststoffen sicher und umweltschonend verpackt. Dennoch macht Kunststoff dem Gewicht nach nur rund 17 Prozent aller Verpackungsmaterialien aus, denn mit sehr wenig Material lässt sich enorm viel sicher verpacken. Studien belegen, dass ein Verpacken ohne Kunststoff fatale Folgen für die Umwelt hätte: Der Ausstoß klimaschädlicher Gase wäre doppelt so hoch, der Energiebedarf um 50 Prozent höher, der Packmittelbedarf würde sich vervierfachen.

Kunststoff ist sicher

Nicht zu vergessen: In Deutschland und Europa gibt es umfassende und weitreichende gesetzliche Regelungen für Kunststoffprodukte. Hinzu kommt die Produktverantwortung der Kunststoffindustrie. Kunststoff ist sicher. Die Verbraucher in Deutschland können sich darauf verlassen. Lesen Sie auch die Kontra-Meinung von Herrn Werner Boote.

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