Karikaturen sind stärker als feige Schüsse

von Peter Frey8.01.2015Gesellschaft & Kultur

Der Anschlag von Paris ist ein Angriff auf uns alle. Aber wir dürfen uns nicht provozieren lassen. Und auch nicht einschüchtern. Jetzt muss sich der Rechtsstaat wehren.

Das Massaker von Paris zielt ins Herz einer freien Gesellschaft. Es ist nicht nur ein brutaler Angriff auf die Pressefreiheit. Es ist der Versuch, ein ganzes Land in Angst zu versetzen. Ja, Satire tut weh. Aber es gehört zum Kern der Freiheit, sogar über die heiligsten Dinge spotten zu dürfen. Wer in Freiheit leben will, muss das aushalten.

Frankreich wurde angegriffen, gemeint war ganz Europa – und damit auch der Nachbar Deutschland. Dort Francois Hollande – ein angeschlagener Präsident und die rechtsnationale Marine Le Pen, auf dem Sprung an die Macht. Ein verunsichertes Land.

Mord ist Mord

Bei uns Tausende, die gegen eine angebliche Islamisierung auf die Straße gehen. Doch hüten wir uns vor den falschen Schlüssen. Lassen wir uns nicht provozieren! Auch wenn die mutmaßlichen Täter französische Staatsbürger sind – die überwiegende Mehrheit der Muslime in Frankreich und bei uns lehnt Gewalt im Namen des Glaubens ab.

Es geht deshalb auch am heutigen Tag nicht um die Frage, ob Muslime zu Europa gehören. Aber es geht um die Regeln unserer freien Gesellschaft. Kaltblütiger Terror wie heute, Jagdszenen auf Juden wie zuletzt in der Pariser Vorstadt Sarcelles oder antisemitische Parolen auf deutschen Straßen sind Angriffe auf uns alle.

Der Rechtsstaat muss sich dagegen wehren, mit Recht und Gesetz. Und die Gesellschaft muss entschieden Nein sagen! Mord ist Mord. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Lassen wir uns nicht einschüchtern! Treffsichere Karikaturen und die Macht des freien Wortes werden am Ende stärker sein als feige Schüsse.

_Der Beitrag ist Teil einer Kooperation und bereits auf heute.de:http://www.heute.de/zdf-chefredakteur-peter-frey-kommentiert-charlie-hebdo-anschlag-karikaturen-staerker-als-feige-schuesse-36631326.html erschienen._

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