Verbrecherische US-Oligarchie führt weltweit Kriege

von Oskar Lafontaine21.05.2019Außenpolitik

Außenminister Maas warnt die USA vor einem Irankrieg. Man kann sich richtig vorstellen, wie der skrupellose ehemalige CIA-Direktor und heutige Außenminister Mike Pompeo („Wir haben gelogen, gestohlen und betrogen“) beeindruckt war.

Dabei zeigte sich doch der deutsche Außenminister im Falle Venezuelas gerade noch als unterwürfiger Vasall der USA: Er reiste nach Brasilien zu Präsident Jair Bolsonaro, traf den kolumbianischen Präsidenten Iván Duque und den „Außenminister“ des selbsternannten venezoelanischen „Präsidenten“ Juan Guaido. Mittlerweile hat eine Studie ergeben, dass die von den USA über Venezuela verhängten Sanktionen zum Tod von 40.000 Menschen führten. Die Sanktionen werden von der EU und auch von Maas unterstützt. Ab wann ist man eigentlich ein Massenmörder? Ab 100 Toten? Ab 1000 Toten? Ab 10.000 Toten? Ab 40.000 Toten?

Dabei hatte, was Sanktionen angeht, die ehemalige US-Außenministerin Madelaine Albright Maßstäbe gesetzt. Auf die Frage ob es notwendig war, durch Boykott von Medikamenten und Nahrungsmitteln den Tod von 500.000 Kindern im Irak zu verantworten, antwortete sie: „Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis – wir glauben, es ist den Preis wert.“

Dass die verbrecherische US-Oligarchie in der ganzen Welt Handelskriege, verdeckte Kriege und Bombenkriege führt, wird immer mehr Menschen klar. Zuletzt sagte der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, die USA sind die „kriegerischste Nation in der Geschichte der Welt“. In ihrer 242-jährigen Geschichte hätten sie nur 16 Jahre keinen Krieg geführt.

Die deutsche Politik wäre nur glaubwürdig, wenn sie den USA die Nutzung ihrer Militärbasen auf deutschem Boden und die Überflugrechte, die für das Morden in vielen Ländern notwendig sind, endlich verweigern und die grundgesetzwidrige Beteiligung der Bundeswehr an US-geführten Kriegen beenden würde.

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