Verlogene Kriegstreiber USA

von Oskar Lafontaine17.04.2018Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Ausgerechnet die USA, die schon, als sie den vietnamesischen Dschungel mit Agent Orange entlaubten, ihre moralische Verkommenheit zeigten und nach Bedarf Streubomben oder mit Uran verseuchte Munition einsetzen, spielen sich jetzt zum moralischen Weltrichter auf.

Spätestens seit der Brutkasten-Lüge (erster Irakkrieg) und der Massenvernichtungswaffen-Lüge (zweiter Irakkrieg) weiß man, dass der größte Schurkenstaat der Welt, die USA, schamlos lügt, um Kriege vom Zaun zu brechen. Und die Briten sind immer dabei. Jetzt hat der Rüpel im Weißen Haus, Donald Trump, aber nicht nur die Unterstützung der Lady von Downing Street 10, Theresa May, die mit dem Rücken zur Wand steht und schamlose Lügen verbreitet, um ihre Haut zu retten, sondern auch die vom Wichtigtuer im Elysee, Emmanuel Macron, der in Afrika die Kolonialpolitik Frankreichs unter geänderten Vorzeichen fortsetzt.

Ausgerechnet die USA, die schon, als sie den vietnamesischen Dschungel mit Agent Orange entlaubten, ihre moralische Verkommenheit zeigten und nach Bedarf Streubomben oder mit Uran verseuchte Munition einsetzen, spielen sich jetzt zum moralischen Weltrichter auf, obwohl sie durch zahlreiche Lügen immer wieder Kriege vom Zaun gebrochen haben.

Und was macht Merkel? Sie fordert „eine sehr, sehr deutliche Sprache” in Syrien und erklärt, es gebe keinen Zweifel am Chemiewaffeneinsatz im syrischen Ost-Ghouta, die Beweise seien „sehr klar und sehr deutlich”.

Dabei müsste die Bundeswehr sofort aus dem Vorderen Orient abgezogen werden, um zu verhindern, dass Deutschland in einen eskalierenden Krieg verantwortungsloser Hasardeure hineingezogen wird. In der Außenpolitik, so scheint es, sind Lügner und Irre unterwegs, die mit dem Feuer spielen. Wo bleibt die Friedensbewegung?

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