Politisch gesehen ist Angela Merkel ein Pflegefall

Oskar Lafontaine18.09.2017Politik

Politisch gesehen ist Angela Merkel längst ein Pflegefall, weil sie Zusammenhänge oft nicht erkennt und auch nicht vom Ende her denkt.

Beispiele:

Dass der Export-Weltmeister dazu verpflichtet ist, auch Import-Weltmeister zu sein, weil er sonst Arbeitslosigkeit exportiert, wird sie wohl nie begreifen.

Dass, wer sich an Öl- und Gaskriegen beteiligt, die Terroranschlagsgefahr im eigenen Land erhöht, ebenso wenig.

Dass nicht Russland die USA einkreist, sondern die USA Russland und China (siehe Korea), ist ihr zu hoch.

Dass die Entspannungspolitik Willy Brandts Europa sicher gemacht hat, hat sie scheinbar ebenso vergessen wie die Versprechungen, die Deutschland Gorbatschow gemacht hat.

Dass ein funktionierender Sozialstaat Voraussetzung für eine stabile Demokratie ist, versteht sie nicht.

Dass man das Glück nicht auf Kosten anderer finden kann, weiß sie nicht, wie ein vielbeachteter Dialog des Pflege-Azubis Alexander Jorde mit der Kanzlerin in der ARD zeigt – der junge Mann hätte als Fragesteller im sogenannten Kanzlerduell für Spannung gesorgt. Auf die Vorhaltung Jordes, dass ältere Menschen „stundenlang in ihren Ausscheidungen“ liegen, weil zu wenig Pflegekräfte da sind, und den Einwand, Pflegekräfte „fallen nicht vom Himmel“, fällt ihr ein: „Notfalls müssen wir eben auch Pflegekräfte aus europäischen Ländern dazu nehmen.“ Die Pflegebedürftigen in unseren europäischen Nachbarländern können ja ruhig in ihren Ausscheidungen liegen.

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