Die Medien sind Spielball im Kampf um Deutungshoheit. Wadah Khanfar

Wie das Kim-Regimes in Nordkorea Christen verfolgt

Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung von Nordkorea erinnert Open Doors an das Leid der Brüder und Schwestern in dem Land, in dem es weltweit am gefährlichsten ist, sich zu Jesus Christus zu bekennen. Bei einem Treffen mit Kim Jong Un wurde laut US-Präsident Trump zwar die Lage der Menschenrechte im Land thematisiert, doch das Regime steht seit 70 Jahren für härteste Christenverfolgung.
Bizarrer Personenkult der Kims als Gegenprogramm zum christlichen Glauben

Mit der Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea am 9. September 1948 begann die Herrschaft von Kim Il Sung im Norden der Halbinsel – und damit auch der Personenkult um ihn und später seinen Sohn Kim Jong Il. Sie müssen von allen Bewohnern Nordkoreas gottgleich verehrt werden. Dabei waren die Eltern und Großeltern von Kim Il Sung überzeugte Christen. Er aber etablierte in Anlehnung an den christlichen Glauben eine eigene Version der Dreieinigkeit mit sich selbst als „Vater“, seinem Sohn Kim Jong Il und der Juche-Ideologie als Pendant für den Heiligen Geist. Das Narrativ um seine Geburt ist der Geburt von Jesus nachempfunden. Gleichzeitig prägen großer Hass und unvorstellbare Grausamkeit gegen Christen das Denken und Verhalten des Kim-Regimes.

Der Not der Gemeinde im Land wirksam begegnen

Große Teile der Bevölkerung leiden unter Armut, Korruption, Ausbeutung sowie Abgaben für Militär, Partei und Bauprogramme. Doch Mangelernährung und Hunger quälen die Menschen am meisten. Als Open Doors vor nicht langer Zeit darüber beraten musste, ob bei der Unterstützung nordkoreanischer Christen eventuell die Versorgung mit Lebensmitteln gekürzt werden könnte, äußerten sich Leiter der Untergrundkirche sehr besorgt: „Ihr könnt andere Aktivitäten kürzen, aber bitte reduziert nicht die Versorgung mit Essen. Ihr wisst nicht, was es bedeutet, Hunger zu leiden.“ Daraufhin hat Open Doors die Nahrungsmittelhilfe erhöht. Die Gemeinde in Nordkorea stellte klar, dass sie ohne diese Unterstützung und andere Hilfsgüter nicht bestehen kann. Bereits zuvor hatten Christen die Lage im Land als sehr schwierig beschrieben: „Wir können uns nicht vorstellen, wie wir ohne eure Fürsorge, Begleitung, Unterstützung und Liebe für uns überleben könnten. Wann immer wir auf starke Widrigkeiten treffen, erinnern wir uns an eure Fürsorge.“ Und: „Dank eurer Hilfe wissen wir, dass Gott uns nicht vergessen hat.“

Quelle: Open Doors

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Rudolf Brandner, Dokumentation - Texte im Original, Daniyel Demir.

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