Warten auf eine bessere Welt

von Nils Heisterhagen4.05.2016Gesellschaft & Kultur, Medien

Spaltungsphantasien gehen um. Gleichgültigkeit und Ignoranz wachsen. Dagegen setzt Hoffnung ein Zeichen. Ein Zeichen für eine bessere Welt. Und dieses Zeichen ist zurzeit nötiger denn je.

Was man niemals vernichten kann, ist Hoffnung. Hoffnung kann jeder geben, zu jeder Zeit. Das Licht der Hoffnung kann den Glauben an den Fortschritt des Guten geben, selbst wenn sich aus Angst, Ignoranz oder blanker Geschichtsvergessenheit dunkle Visionen und Spaltungsbegierden in der Gesellschaft breit machen – wie es zurzeit passiert. Hoffnung ist nicht egoistisch. Hoffnung und dunkle Wünsche der Ausgrenzung und der Verachtung passen nicht zusammen. Hoffnung ist progressiv. Hoffnung will zusammenhalten, nicht spalten. Man kann nicht auf eine Diktatur hoffen, in der Unterdrückung und Ausgrenzung wesentliche Triebfedern sind. Man kann nicht auf eine Eskalation von Gewalt oder eine schlechte Behandlung von Minderheiten hoffen. Das ist keine Hoffnung, das sind allenfalls dunkle Wünsche. Wünsche zusammengesetzt aus Gleichgültigkeit und Intoleranz. Wut ist kein Antreiber der Hoffnung. Liebe und Solidarität sind vielmehr Motive der Hoffnung.

Hoffnung steht jedem frei

Hoffnung, die will den Fortschritt für alle. Hoffnung zielt auf eine Einheit der vollkommenden Freiheit für alle. Hoffnung ist eine Solidaritätsentäußerung zur vollkommenden Freiheit. Hoffnung, die zielt auf eine bessere Welt. Sie zielt auf eine Welt ohne Gewalt, eine Welt ohne Hungerstote, eine Welt ohne Ausbeutung.

Das Gute der Hoffnung ist: Sie steht jedem frei. Jeder kann die Hoffnung zu seiner Sache machen. Hoffnung ist für alle gleich. Hoffnung einigt auch, denn sie vereinigt die Hoffenden zu einem Bund, zu einem Bund für die Freiheit aller.

Jeder Hoffende setzt mit seiner Hoffnung einen neuen Anfang. Er ruft gleichsam zu jedem Bund für die Freiheit auf. Wer hofft, der hat sich schon entschieden, wo er steht. Wer hofft, der hat schon gesagt, wie er sich die Welt wünscht: Gewaltfreier, friedlicher, freier von Not und Elend.

Gerade zurzeit braucht es mehr Hoffnung

Hoffnung ist in diesen Wochen und Monaten wichtig, damit nicht die wild grassierenden Spaltungsphantasien und Wutspiralen stärker werden, sondern die Menschen nicht aufhören daran zu glauben, dass der gesellschaftspolitische Fortschritt, der seit dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden hat, weiter gehen kann. Gewiss ist vieles ins Stocken geraten. Vieles – vor allem sozialpolitischer Fortschritt – wurde auch konterkariert. Die Globalisierung war gewiss kein Aufwärts für alle. Die sozio-ökonomischen Unterschiede sind stark gewachsen. Enorme Abhängigkeiten sind entstanden.

Aber die Globalisierung ist auch stets eine Einheitsbewegung gewesen. Sie sollte uns alle zusammenführen. Das war und ist eine richtige Idee. Dass es politischen Aktualisierungsbedarf dieser Idee gibt, steht außer Frage. Daran zu glauben, dass diese Neugestaltung möglich und richtig ist, geht vor allem über die Hoffnung. Mit der Hoffnung setzt man ein Zeichen für den Fortschritt der Einheitsbewegung. Und wer politisch hofft, der ist ein Linker, Progressiver oder Sozialdemokrat. Seine politische Hoffnung ist getragen von einer Grundeinstellung, von einer bestimmten Idee für die Welt.

Der politisch Hoffende glaubt: Nur eine Neugestaltung der Globalisierung, nur ein Ende des Elitenprojekts der Globalisierung, nur eine neue Weltsozialpolitik ermöglicht den momentan entscheidenden Fortschritt für den Fortschritt der Globalisierung.

Die Globalisierung kann nur von den Linken vollendet werden – das treibt den politisch Hoffenden an.

Nur so ein Bund der Hoffenden kann die Einheitsbewegung wieder voran bringen.

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