Wissen ist Freiheit

von Nils Heisterhagen24.04.2015Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Wirtschaft

Deutschland tut seit Jahren zu wenig für das eigene Bildungssystem. Wenn das so bleibt, bedroht es nicht nur den eigenen Wohlstand, sondern die Freiheit jedes Einzelnen.

Mitte der 1950er-Jahre wuchs langsam das Verständnis dafür, dass der Fortschritt und das Wirtschaftswachstum der Industrieländer nur noch durch mehr Wissen ermöglicht werden konnte. Der Weg in die Wissensgesellschaft war damit festgeschrieben.

So ist es die durch den Soziologen Helmut Schelsky pointierte Entwicklung der „wissenschaftlich-technischen Zivilisation“, die als maßgebliche Triebkraft für die _Bildungsexpansion_ zu verstehen ist. Hatten die USA nach dem Sputnik-Schock von 1957 schon weit früher neue Bildungsbemühungen auf sich genommen, startete die deutsche Bildungsdebatte Mitte der 1960er-Jahre etwas zeitverzögert.

Initialzündung der deutschen Debatte waren 1964 ein Buch des Bildungsexperten Georg Picht mit dem Titel „Die deutsche Bildungskatastrophe“ und 1965 Ralf Dahrendorfs Plädoyer für Bildung als Grundrecht. Beide Arbeiten lösten ein großes Echo aus.

In der Folge führte die doppelte Konnotation von Bildung als Grundrecht und als Humankapital zu einer intensiven Bildungsexpansion. So stieg der Gesamtanteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt

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