Wer zahlt die Zeche?

von Michael Vassiliadis18.05.2011Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Wirtschaft

Deutschland will aus der Kernenergie aussteigen. Schneller als von der Bundesregierung noch vor einem Jahr gedacht. In dem Ziel sind sich nahezu alle einig, beim Zeitablauf schon weniger, über Kosten und Lasten der notwendigen Energiewende wird vergleichsweise wenig geredet.

Eine Energiepolitik, die auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens beruht, braucht drei stabile Säulen: Sie muss umweltverträglich, sicher und bezahlbar sein. Anders ausgedrückt: Die Herausforderung Energiewende besitzt neben der ökologischen eine wirtschaftliche und soziale Dimension. Wer das negiert, macht es sich zu leicht. Schon heute gilt Deutschland als Hochpreisland für Energie. Ein Beispiel: In unserem Land zahlen Unternehmen zum Energiepreis zusätzlich die EEG-Umlage von 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Für diese 3,5 Cent bekommen französische Konkurrenten Strom „all inclusive“.

Sach- und sozialgerechter Ausstieg aus der Atomkraft

Summa summarum schätzt die Klima-Kommissarin der EU den Investitionsbedarf auf jährlich 270 Milliarden Euro, um in Europa bis 2050 zu einer weitgehend CO2-freien Energieerzeugung zu kommen. Für unser Land ergibt das einen Anteil von 50 Milliarden Euro pro Jahr, und das 40 Jahre lang. Jetzt kommen die Kosten eines beschleunigten Ausstiegs aus der Kernkraft noch hinzu. Daraus ergibt sich zwingend die Notwendigkeit, zu überprüfen, wie der notwendige Umstieg auf regenerative Energien sachgerecht und gleichzeitig auch sozial gerecht finanziert werden kann(Link)

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