Facebook und die Erwartungen

von Michael Beck24.05.2012Medien, Wirtschaft

Die Facebook-Aktie startete schlecht. Facebook kommt in der Realität der Börsen an und da zählen vor allem Gewinnerwartungen. Das Netzwerk muss nachziehen, insbesondere im mobilen Bereich.

Lange hatte sich die Finanzwelt am spektakulären IPO des weltweit größten sozialen Netzwerks, Facebook, bisher nicht erfreuen können – fulminant gestartet, verlor die blaue Rakete im Laufe der Woche nicht unerheblich an Höhe. Der Kurs der Aktie sank recht schnell unter den Ausgabekurs, was nicht zuletzt auch den Druck auf CEO Zuckerberg erhöhen dürfte. Denn mit dem Börsengang gelten nun andere, neue Gesetze für das weltweit führende soziale Netzwerk: Investoren interessieren sich natürlich für die Weiterentwicklung von Facebook als Kommunikationsplattform von über 901 Millionen Nutzern, sie beurteilen den blauen Riesen inzwischen aber auch, wenn nicht gar vor allem nach seinen Gewinnerwartungen. Das Augenmerk der Aktionäre dürfte in dieser Phase auf der Monetarisierung von Facebooks Reichweite und seiner enormen Datenmenge liegen.

Facebook als Vermarkter für externe Webseiten?

Zwar betont Facebook stets, es zählten vor allem das Netzwerk und deren Nutzer, jedoch konnten die jüngsten Entwicklungen im Hause nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich vor dem IPO Gedanken um das Problem der Gewinnerwartung gemacht hat. Schon seit längerer Zeit werden immer wieder Tests zur sogenannten „sozialen Werbung“ (zielgruppenspezifische Auslieferung von Werbemitteln auf Basis der durch Facebook gespeicherten Userdaten) lanciert. Kurz vor dem IPO kündigte Chief Privacy Officer Erin Egan an

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