Keinen Job wegen Kopftuch

von Menerva Hammad28.05.2017Gesellschaft & Kultur, Medien

Als Muslima wird man von klein auf darauf trainiert, dass jeder, der dich nicht mag, es wegen deiner Religion tut. Das ist Blödsinn. Es muss nicht zwingend das Kopftuch sein.

Schon seit Wochen war ich aktiv auf Jobsuche als Journalistin. Musste nicht unbedingt ein fixer Job sein, ich wäre auch mit einem Praktikum mehr als zufrieden gewesen. Bewerbung schreiben, abschicken, warten. Bewerbung schreiben, abschicken, warten. Warten, warten, warten. Email bekommen.

Nach über fünfzehn meiner unbeantworteten Mails, kam endlich eine Antwort und es war eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Ich machte Luftsprünge und fasste es nicht, ich war für diesen Termin sogar extra shoppen. Nervös wie am ersten Schultag ging ich zum Termin und saß vor meinem – hoffentlich bald- Chefredakteur.

Er machte einen sehr netten Eindruck, wir hatten ein nettes Gespräch, lachten viel und zum Schluss sagte er: Menerva, ich finde du schreibst wirklich gut und du hast auch einen eigenen Stil, aber ich denke auch, dass Kleidung privat ist.

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