Omikron-Variante könnte zu einer endemischen Lage führen | The European

Augsburger Uniklinik-Chef: „Omikron könnte die Pandemie beenden“

Martin Walzer1.01.2022Medien, Politik

Durch die Omikron-Variante steigt derzeit die Zahl der Corona-Neuinfektionen sprunghaft nach oben. Beunruhigende Zahlen melden Frankreich und Großbritannien. Dennoch könnte die Omikron-Variante zu einer endemischen Lage führen.

Omikron, Quelle: Shuttertstock

Der ärztliche Direktor des Uniklinikums Augsburg, Prof. Michael Beyer, geht von einem milderen Verlauf der neuen Variante aus. Bislang gab es in seiner Klinik nur zwei Omikron-Fälle. Und der Mediziner glaubt, dass mit der neuen Virus-Variante die Pandemie in eine endemische Phase übergehen könnte. Das Corona-Virus würde dann zu einer weniger gefährlichen, jährlich zirkulierenden Erkrankung werden. „Das könnte die Pandemie beenden“.

Auch die Virologin Isabella Eckerle, die seit 2018 die Abteilung Infektionskrankheiten in der Abteilung für medizinische Fachgebiete an den Universitätskliniken in Genf leitet, hatte zuletzt getwittert, dass Omikron so ansteckend sein könnte, dass bald jeder mit dem Coronavirus in Kontakt kommt. Durch Immunflucht dieser Variante könnten sich auch Geimpfte und Genesene erneut infizieren. Dadurch könnte sich in sehr kurzer Zeit eine Grundimmunisierung in der Bevölkerung aufbauen. Am 11. Dezember 2021 schrieb sie auf ihrem Twitter-Account: „Ein paar Gedanken zu #Omicron: Dieses Virus könnte unsere Exit-Welle & das “Ticket” in die endemische Situation werden – so ansteckend, dass es bald keine Seronegativen mehr gibt & gleichzeitig Immunescape, so dass auch Geimpfte mit #SARSCoV2 in Kontakt kommen (=infiziert) werden.“

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Deutschland verspielt außenpolitisches Vertrauen

Der anhaltende Krieg in der Ukraine verändert die gesamte Sicherheitsarchitektur Europas. Der russische Angriffskrieg zwingt die NATO und die EU dazu, die Bewahrung von Frieden und Freiheit in dem Teil Europas, in dem wir das große Glück haben zu leben, wieder zur vorrangigen politischen Priorit

Das Maggie Thatcher-Double dürfte Boris Johnson beerben

Im Machtkampf um Johnsons Nachfolge hat Liz Truss beste Siegchancen. Die Parteibasis der Torys liebt sie, weil sie allerlei Erinnerungen an Margaret Thatcher weckt. Doch diese Rolle spielt sie recht dreist. Von Wolfram Weimer

Theater des Schreckens

Die Geschichte der Todesstrafe und ihrer Vollstreckung zeigt: Menschen drängten zu allen Zeiten danach, Augenzeuge einer Hinrichtung zu sein, möglichst nah dabei zu sein, um das blutige Ritual zu verfolgen. Entsetzen und Schaudern, Entzücken und Empörung, Emotion und Aktion – die Symbolik de

Deutschland braucht eine neue Standortagenda

Deutschland steht am Rande einer Rezession. Die Kaufkraft der Konsumenten leidet unter dem Inflationsschub, der durch die Verteuerung von Energie und Nahrungsmitteln angestoßen wurde und inzwischen viele andere Gütergruppen erfasst hat. Solange der Ukraine Krieg und die Sanktionen gegenüber Russl

Wir wären vollkommen verrückt, wenn wir die Kernkraftwerke vom Netz nehmen

Es gibt keinen Grund zur Panik. Aber es gibt angesichts möglicher Energieversorgungsengpässe im Herbst dringenden Handlungsbedarf – im Sommer trotz der Parlamentsferien. Von Friedrich Merz

Merkel vor Kohl: So werden die Kanzler seit der Wiedervereinigung bewertet

Von 1998 bis 2005 war Gerhard Schröder Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er führte eine rot-grüne Koalition. Wenn man heute fragt, welcher Bundeskanzler seit der Wiedervereinigung die Interessen Deutschlands am besten vertritt oder dies getan hat, belegt Alt-Kanzlerin Angela Merkel (38 Proz

Mobile Sliding Menu