Österreich: Immer mehr Anträge wegen Impfschäden | The European

Zahl der Anträge wegen Impfschäden steigt deutlich

Martin Walzer6.01.2022Europa, Medien

In Österreich ist die Zahl der Anträge wegen möglicher Impfschäden von 2020 auf 2021 dramatisch angestiegen. Insgesamt um das 37-fache. Die Mehrzahl der Anträge betrifft die Corona-Impfung.

Corona-Impfung in Oberösterreich, Quelle: Shutterstock

Corona-Impfung in Oberösterreich, Quelle: Shutterstock

Während es im Jahr 2020 nur zehn Anträge nach dem Impfschadengesetz gab, ist die Zahl der Anträge auf Schadenersatz wegen eines vermuteten Impfschadens in Österreich im Jahre 2021 stark gestiegen.

Insgesamt hatten 367 Österreicher, so das Gesundheitsministeriums, einen Antrag auf Entschädigung gestellt. Im Vordergrund stehen Impfnebenwirkungen, aber auch das Auftreten von Herzmuskelentzündungen oder Sinusvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung.

Im Falle dieser Anträge muss ein medizinisches Gutachten nun prüfen, ob die Impfung tatsächlich zu Nebenwirkungen wie Thrombosen oder Herzmuskelentzündungen führte. Um Anspruch auf Entschädigung zu haben, muss die Impfung in Österreich erfolgt sein. Laut österreichischem Impfschutzgesetzt zahlt der Staat eine Entschädigung von 1.300 Euro vor, wenn jemand einen schweren Impfschaden ohne Dauerfolgen erlitten hat. Bei massiven Dauerfolgen hingegen kann die Entschädigung bis zu 2.700 Euro pro Monat betragen.

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