Merkel kündigt Rückzug als CDU-Vorsitzende an - Kanzlerin will sie bleiben

von Martin Walzer29.10.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Nach der Landtagswahl in Hessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Konsequenzen gezogen. Merkel, die seit 2005 Bundeskanzlerin und seit 2000 Parteivorsitzende ist, wird im Dezember 2018 nicht mehr für das Amt der Parteivorsitzenden kandidieren und 2021 nicht mehr als Kanzlerin antreten. Damit zieht die CDU-Politikerin die Reißleine.

Die Macht von Bundeskanzlerin Angela Merkel bröckelt langsam. Die Umfragewerte der CDU sind im Keller, AfD und Grüne auf der Überholspur. Schon lange wurde Merkel für ihren Alleinkurs und ihren unbeirrbaren Machterhalt – zuletzt auch immer mehr aus den eigenen Reihen – kritisiert. Nun hat die Kanzlerin auf die Kritik, auch nach der Landtagswahl in Hessen, reagiert. Im Dezember 2018 wird sie nicht mehr für das Amt des Parteivorsitzenden kandidieren. Merkel will aber Bundeskanzlerin bleiben.

Die Abwahl ihres Vertrauten, Fraktionschef Volker Kauder, war der erste Stimmungstest innerhalb der brodelnden CDU und die Brinkhaus-Wahl somit ein klarer Affront gegen Merkels Politik.

Mittlerweile dreht sich das Personalkarussell innerhalb der CDU. In der engeren Auswahl sind Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und CDU-Urgestein Friedrich Merz.

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