Mein Haus, mein Auto, mein Albtraum

von Martin Eiermann2.06.2011Gesellschaft & Kultur

Wenn wir an unsere Väter denken, kommen oftmals konkrete Erinnerungen hoch, an Gebote, Verbote und Lebenslektionen. Dabei kann es am bedeutendsten sein, wenn die Eltern uns einfach einmal machen lassen.

Es gibt einige Vater-Sohn-Lektionen, die ich nie gelernt habe. Krawattenbinden zum Beispiel, die Steuererklärung machen oder tropfende Wasserhähne und Zündkerzen reparieren. Fließenlegen schon, aber das ist lange her. Handfestes Zeug eben, damit man das Haus instand halten kann und den Chef zufrieden stellt.

Auf Lebenszeit in die Vorstadt

Im Nachhinein scheint es mir manchmal, als ob ich wirklich erstaunlich wenige Dinge von meinem Vater gelernt habe, die gemeinhin als sinnvoll und notwendig erscheinen. Das mag zum einen daran gelegen haben, dass der Herr Beamte gerne selbst die Steuererklärung fluchend bis auf den allerletzten Tag vertrödelt und ist zum anderen als großes Kompliment gemeint. Ich könnte mir in meiner aktuellen Lebenssituation kaum etwas bedrückenderes vorstellen, als auf Lebenszeit “in die gruselige Vorstadtidylle verbannt zu werden 8 oder bereits heute zu wissen, wo und wie ich in zehn Jahren einmal meine Brötchen verdienen werde. Heute bin ich meinen Eltern zutiefst dankbar dafür (klingt spießig, ist aber so), dass sie das nickend akzeptiert haben und auf Familienfesten regelmäßig die Verwandtschaft informieren und beruhigen: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten, der Junge wird schon nicht verhungern. . Mein Vater ist ein großer Apple-Fan; und er ist es auch schon gewesen, als Steve Jobs und Steve Wozniak noch in relativer Anonymität an ihren Computern herumbastelten. Die Werbung war damals der Anker der Think Different l während der Abschlussfeiern gehalten und dabei Bezug genommen auf den Buchverlag der Gegenkultur-Ikone Stewart Brand, dessen Interview wir grade erst hier veröffentlicht haben : _It was the mid-1970s, and I was your age. On the back cover of [the final book] was a photograph of an early morning country road, the kind you might find yourself hitchhiking on if you were so adventurous. Beneath it were the words:

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