Was ist besser für die Menschen, Liberalismus oder Sozialismus?

Markus Ross16.12.2018Gesellschaft & Kultur, Medien

Der Liberalismus und damit verbunden das freie Unternehmertum hat der Menschheit seit seiner Entstehung im 17. Jahrhundert enorme Wohlstandszuwächse beschert. Die vom Liberalismus ausgelöste industrielle Revolution hat ausnahmslos allen Menschen ein zumindest materiell sehr viel besseres Leben ermöglicht. Trotzdem bevorzugen heute die meisten Menschen innerlich die Ideen des Sozialismus.

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Wie konnte es dazu kommen, dass sich die meisten Menschen so in die Irre führen lassen?

Zum einen liegt es daran, dass die Sozialisten ihr schlechtes Produkt sehr gut vermarkten und dabei auch vor groben Unwahrheiten oder Falschdarstellungen nicht zurückschrecken. Schlagworte wie „soziale Gerechtigkeit“ klingen auf den ersten Blick auch wirklich sympathisch – nur leider halten der Sozialismus und der Wohlfahrtsstaat am Ende ihre Versprechen nicht. Sie haben „Lieferschwierigkeiten“.

Darüber hinaus haben Marx und Engels mit dem von ihnen geschaffenen, abwertenden Begriff „Kapitalismus“ das freie Unternehmertum und die freie Marktwirtschaft denunziert und als etwas abgestempelt, das angeblich nur den reichen Kapitalisten zu Gute kommt. Marx und Engels haben auf diese Weise hinterhältig aber sehr geschickt das liberale Wirtschaftssystem in Misskredit gebracht.

Heutzutage, in Anbetracht der vielen sozialistischen Negativbeispiele lässt sich „Sozialismus“ allerdings nicht mehr so gut verkaufen. Daher soll der Sozialismus jetzt im Mäntelchen des „Wohlfahrtsstaates“ Schritt für Schritt verwirklicht werden.

Zum anderen Teil liegt die Fehleinschätzung vieler Menschen daran, dass der Staat die Deutungshoheit im Lande hat und sowohl in den staatlichen Schulen als auch in den staatlichen Universitäten von Staatsbediensteten tagein, tagaus, von morgens bis abends die Lehre vom guten, gerechten und starken Staat verbreitet wird. Wenn Menschen laufend indoktriniert werden und ihnen vor allen Dingen die „richtigen Lehren“ bewusst vorenthalten werden, ist es wenig verwunderlich, dass sehr viele Menschen „staatsgläubig“ werden und sich bequem auf den Staat verlassen, der schon alles in ihrem Sinne regeln wird.

Eigentlich ist es aber gar nicht schwer zu verstehen, warum zweifellos eine freie Marktwirtschaft zu einem wesentlich höheren Wohlstandsniveau für alle führt als der Sozialismus, eine vom Staat zentral gelenkte Wirtschaft.

Hierzu ein einfaches Beispiel aus dem Bereich Sport:

Man stelle sich ein Fußballspiel vor.

Wie üblich spielen zwei Mannschaften zu je 11 Spielern gegeneinander, es gelten die normalen Regeln, es gibt ein normales Fußballfeld, einen Schiedsrichter, die Trainer.
B
ei der einen Mannschaft entscheiden die Spieler wie bei jedem ganz normalen Team eigenständig, intuitiv und spontan über ihre Spielweise und über die Spielzüge, die sie im Team abwickeln – wir nennen sie das Team ‚Freiheit/Liberalismus‘.

Die andere Mannschaft dagegen wird zentral vom Trainer gesteuert, der jedem einzelnen Spieler zu jeder Zeit genau befiehlt, was er zu tun und zu lassen hat. Ohne Anweisung vom Trainer rührt sich kein Spieler von seinem Fleck, entwickelt keine Einzelinitiative und keine eigenen Ideen.
Wir nennen das Team „Sozialismus/Staat“.

Auch kein noch so genialer Trainer wird seine 11 Spieler zum Erfolg führen können, wenn die ausschließlich auf sein Kommando reagieren dürfen. Es wird kein Spielfluss entstehen, nur die wenigsten Spielzüge werden gelingen.

Es ist nicht schwer, sich auszumalen, wie das Spiel ausgehen wird.

Bei einem Ergebnis von zum Beispiel 7:1 bezeichnet man das in der Bundesliga als „Deklassierung“ des Gegners, als „Kantersieg“.

In unserem Beispiel wird man eher von einem Sieg von 50:0 ausgehen dürfen – natürlich für das Team „Freiheit/Liberalismus“.

Im Wirtschaftsleben ist es nicht anders. Einer zentralen Kommandowirtschaft, die sich vorbehält, über die Krümmung von Bananen und Gurken zu entscheiden und darüber, wie viele und welche Toaster und Glühbirnen fabriziert werden, wird es nicht gelingen, ihre Bürger gut und mit dem zu versorgen, was diese wirklich wünschen.

Bei Weitem bessere Ergebnisse wird eine freie Wirtschaft erzielen, in der alle Wirtschaftssubjekte gut geplant oder auch spontan ihre eigenen Entscheidungen treffen. Nicht alle diese Entscheidungen werden richtig sein, aber insgesamt wird ein freiheitliches System enorme Fortschritts- und Entwicklungskräfte freisetzen – zum Nutzen aller.

Dass auch die Realität das bestätigt, sieht man eindrucksvoll an den unterschiedlichen Entwicklungen von Ost- und Westdeutschland bis zur Wiedervereinigung oder Süd- und Nordkorea und auch am Wohlstandsvergleich zwischen den USA und der Sowjetunion/Russland.

Ganz aktuell leider auch daran, wie die sozialistische Regierung von Venezuela ein an sich sehr reiches Land wie Venezuela in das Armenhaus Südamerikas verwandelt.

Von einem insgesamt steigenden Wohlstandsniveau profitieren im Normalfall alle; und auch wenn der ‚Reiche‘ nominal betragsmäßig mehr profitiert als der ‚Arme“, so ist das nicht per se ‚ungerecht‘. Für den ‚Armen‘ wirken sich monatlich 1000,– Euro mehr in der Lohntüte wesentlich stärker positiv aus als 10.000,– Euro für den „Reichen“.

Wer diese Zusammenhänge verstanden hat, muss sich dafür einsetzen, dass der Staat sich so weit wie möglich aus dem Wirtschaftsleben raushält, die Freiheiten der Bürger und Wirtschaftssubjekte respektiert und nur bei absoluten Härtefällen mit seiner staatlichen Fürsorge bereit steht.

Wenn sich eine Mehrheit der Bürger bei den Politikern für eine liberale und freiheitliche Politik einsetzt, wird es gelingen, die ausufernde staatliche Bürokratie Stück für Stück wieder abzubauen und auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.

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