Wie steht die AfD zur Erinnerungskultur?

von Markus Meckel28.02.2017Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Es geht nicht um Höcke, sondern um die Sache selbst: Wie steht die AfD zur deutschen Erinnerungskultur? Klare Aussagen wären mehr als wünschenswert – doch wo sind sie?

Nun hat Herr Höcke sich also „für die falsche Tonlage“ seiner Rede entschuldigt. Schadensbegrenzung scheint sein Ziel zu sein – wobei der Schaden, den er sieht, sein Ausschluss aus der AfD wäre beziehungsweise der Verlust der Geschlossenheit der AfD.

Ich verstehe aber die deutschen Medien nicht, die immer nur wieder die Personalfrage „Höcke“ thematisieren statt die Sachfragen selbst. Damit gehen sie der Strategie von Frau Petry auf den Leim, mit dem Ausschluss von Herrn Höcke das Thema aus dem Bundestagswahlkampf herauszuhalten. Das genau aber darf nicht geschehen!

Wichtig ist es, die Vertreter der AfD nach ihren jeweiligen Positionen zur deutschen Erinnerungskultur zu befragen und die Partei als Ganze aufzufordern, sich eindeutig zu positionieren. Die deutsche – und europäische (!) – Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, ob die AfD den Konsens mit den anderen demokratischen Parteien zu Fragen der nationalsozialistischen Verbrechen und ihrer Erinnerung teilt und zur deutschen Verantwortung angesichts unserer Geschichte steht.

Gern würde ich klare Aussagen eines Parteitages der AfD zu diesen Fragen lesen – oder zumindest ausführliche Interviews mit Frau Petry, Herrn Gauland und anderen führenden Vertretern der AfD zu diesem Thema.

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