Der Finanzstabilität in der EU wird mehr geschadet

Markus Ferber13.12.2019Europa, Gesellschaft & Kultur, Medien

Der deutsche Bundesfinanzminister hat einen neuen Vorstoß für eine Finanztransaktionssteuer in Höhe von 0,2% auf Aktienkäufe auf den Weg gebracht.

Ich meine, Scholz‘ Vorschläge sind vollkommen falsch konzipiert. Damit ist der Finanzstabilität in der EU mehr geschadet als genützt.

1. Anstatt die Finanzindustrie für die Kosten der Krise zur Kasse zu bitten, dürfen Kleinanleger, die schon als Steuerzahler die Rechnung für die Krise begleichen durften, nun doppelt zahlen.

2. Eine Steuer, die europäischen Unternehmen die Kapitalmarktfinanzierung erschwert und langfristig orientierten Investoren Steine in den Weg legt, hilft dem Standort Europa nicht weiter. Am Ende werden europäische Unternehmen sich andere Finanzierungsmodelle suchen und Anleger in außereuropäische Aktien ausweichen.

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