Ich spare durch Wachstum. Norbert Röttgen

Der ewige Antisemit

Ohne geht’s nicht. Henryk Broder und der Antisemitismus.

Günther Grass liegt derzeit im Hamburger Krankenhaus St. Georg. Somit könnten wir dann auch den allerletzten Schlusspunkt unter die Diskussion um „Was gesagt werden muss“ setzen. Denn gesagt ist hierzu nun wahrlich alles. Nicht zuletzt von Grass selbst, der sich und der Welt die literarische Schmach eingestehen musste, dass er in seinem Werk nicht zum Ausdruck bringen konnte, was er eigentlich sagen wollte.

Nur für einen wackeren Streiter ist das Kapitel Grass noch nicht vorbei: Henryk Broder. Henryk wer? Nun ja, Broder heißt der Mann. Und er muss Grass nochmals einen netten Antisemitismusgruß mit auf den Weg ans Krankenbett geben. Zumal jede Nennung des Nobelpreisträgers auch noch dem letzten Fliegenpilz medialen Sonnenschein gewährt. In welchem sich auch Broder sonnen will. Obwohl die eigentliche Zwiebel schon längst gehäutet ist. Für alle – außer eben Broder.

Broders antisemitische Schwammerl

Denn der Antisemitismus ist überall. Grass? Ganz klar – Antisemit! Das ZDF? Antisemiten! Claudia Roth? Antisemitin! Die Deutschen, von denen nur vier Prozent Grass der Judenfeindlichkeit verdächtigen? Antisemiten! Und selbst Barack Obama, der (wie Grass) vor einem Erstschlag Israels gegen den Iran warnt, ist: Antisemit!

Das ist nichts Neues, springen in Broders Großhirn doch immer neue Antisemiten wie die Schwammerl aus dem Boden – ganz gleich ob Moslems, Linke oder Juden. Allesamt herangewachsen in den weitverzweigten Höhlengängen der Broderschen Cortex und umgeben von Stalagmiten, auf denen in elaborierten Malereien stets dieselben Zeichen prangen: ICH! ICH! ICH! ICH! ICH!

Antisemiten oder Brüste – oder beides?

Denn Broder braucht seine Antisemiten wie die Luft zum Atmen. Wie sonst ließe sich eine literarische Tätigkeit rechtfertigen, die ganz ohne Literatur auskommt? Oder eine Fernseh-Tätigkeit, in der Broder mindestens genauso trickst wie das ZDF? Wie sonst könnte sich der Schubart-Preisträger der Stadt Aalen anmaßen, es mit einem Nobelpreisträger aufzunehmen?

Nein, ohne Antisemiten hätte Broder nichts. Wäre Broder nichts. Außer ein selbstherrlicher Greis, der seine Tage damit verbringt Indira Weis auf die Brüste zu starren. Vielleicht aus Langeweile. Vielleicht aus Neid, weil zwei Körbchengrößen Weis intellektuell einem Broder entsprechen. Oder aber, weil ihn ein schrecklicher Verdacht umtreibt: Sind Titten etwa auch Antisemiten?

Wenn ja, wird Broder es beweisen…

Lesen Sie auch die neuste Kolumne von Mark T. Fliegauf: Das magische Feuer

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