Teures Grün

von Margaret Heckel12.10.2012Innenpolitik

Über die Förderung der Erneuerbaren Energien wird inzwischen mehr Geld verteilt als im Länderfinanzausgleich. Doch statt das Problem anzugehen, fordern die Minister vom Kunden Opferbereitschaft.

Bis zu 60 Euro zusätzlich wird die Förderung der Erneuerbaren Energien eine durchschnittliche Familie im nächsten Jahr kosten. Um den Schock zu mildern, hat Umweltminister Altmaier nun angekündigt, die Förderung umzubauen. Vor der Bundestagswahl aber wird das nichts mehr: Union und FDP sind zerstritten. Und einer der größten Kostentreiber ist die Regierung selbst.

Gigantisches Umverteilungsprogramm

Denn sie hat sogenannte energieintensive Betriebe von der Umlage für die Erneuerbaren Energien ausgenommen. Damit sollte verhindert werden, dass diese Firmen Wettbewerbsnachteile haben. Doch neben Aluminiumschmelzen und anderen Großverbrauchern haben inzwischen auch Bäckereien und Textilbetriebe sich erfolgreich von der Umlage befreien lassen. Das aber müssen nun die Verbraucher auch noch zahlen.

Hinzu kommt, dass die bisherige Förderung ein gigantisches Umverteilungsprogramm von unten nach oben ist. Über die EEG-Umlage wird inzwischen mehr Geld verteilt als im Länderfinanzausgleich. Und es geht immer den gleichen Weg: Von den Stromkunden zu denen, die die Dächer besitzen, auf denen die Photovoltaik-Anlagen aufgeschraubt werden.

Interessanterweise reagieren ausgerechnet Grüne und SPD allergisch auf jede Änderung der in ihrer Regierungszeit auf den Weg gebrachten EEG-Umlage. Obwohl sie sonst fast ausschließlich auf Seiten der Ärmeren sind, verteidigen sie hier vehement die Leistungen an all jene, die sich Windräder oder Solarpaneele auf dem Dach leisten können.

Als wäre das nicht genug an Kampfzonen, tut sich nun auch noch eine große Kluft zwischen den Bundesländern auf. Jeder hat noch ambitioniertere Ziele beim Ausbau der regenerativen Energien. Schleswig-Holstein beispielsweise will dreimal so viel Grünstrom erzeugen, wie es selber braucht, der überwiegende Teil soll in den Süden der Republik gehen. Dafür werden dann die milliardenteuren Stromautobahnen gebraucht, die allerdings längst noch nicht gebaut sind. Baden-Württemberg aber will inzwischen selbst autark mit Grünstrom werden, ebenso wie Bayern. Hier zeichnen sich jetzt schon Fehlplanungen in gigantischem Maßstab ab.

Läppischer Rat

Für den normalen Verbraucher ist all das kaum mehr nachzuvollziehen. Für ihn haben die Minister Altmaier und Rösler den läppischen Rat, doch bitte Strom zu sparen und so die Mehrkosten von 60 Euro aufzufangen. Das ist zu wenig.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Die erstaunlichen Geschäfte der Greta Thunberg-Lobby

Greta Thunberg bricht mit einem Segelboot in die USA auf. Das globale Medienspektakel um die Klimaschützerin erreicht einen neuen Höhepunkt. Doch im Hintergrund ziehen Profis ihre PR-Strippen und machen erstaunliche Geschäfte.

"Ganz klar die Ausländerkriminalität."

Vor einigen Wochen stellte Friedrich Merz völlig zu Recht - aber natürlich auch völlig entsetzt - fest, dass sehr viele Polizisten und Soldaten mittlerweile Unterstützer der Alternative für Deutschland sind.

Der Rest der Welt hält Deutschland für verblödet

Deutschland ist nur für kaum mehr als 1 % des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, während China, der größte Emittent, vom Pariser Klimaschutzabkommen das Recht auf Steigerung seiner CO2-Emissionen eingeräumt bekommen hat. Die politisch herbeigeführte Verelendung der deutschen Bevölk

Unsere Positionen sind keineswegs AfD-nah

Gern unterstellen unsere Gegner der WerteUnion, unsere Positionen seien AfD-nah. Die Realität ist aber, dass die WerteUnion Positionen vertritt, die über Jahrzehnte unbestritten Positionen der CDU/CSU waren. Leider hat die alte Parteiführung diese Positionen in den letzten Jahren aber über Bord

Fünf Gründe, die für die E-Mobilität sprechen

Die Absatzzahlen steigen sprunghaft. Die Batterietechnik meldet Durchbrüche. Die Produktion von E-Autos wird ab sofort in gewaltige Volumina vorstoßen. Branchenexperten sprechen vom „Take-off“ der E-Mobilität.

Warum Sie aus der Klimakirche austreten sollten

Es gibt in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen darüber, ob es eine allgemeine Klimaerwärmung gibt und welchen Anteil der Mensch daran hat. Diese unterschiedlichen Positionen werden von Politik und Systemmedien nicht offen diskutiert; vielmehr wird wahrheitswidrig behauptet, dass nur ein un

Mobile Sliding Menu