Erst haben die Menschen das Atom gespalten, jetzt spaltet das Atom die Menschen. Gerhard Uhlenbruck

Ist das Kunst oder kann das das weg?

Am Sonntag ist das Kunstfestival Wiesbaden Biennale nach 11 Tagen zu Ende gegangen. Die vergoldete Gips-Statue des türkischen Präsidenten Recap Tayip Erdogan strahlt weiterhin. Ist das Kunst? Nicht nur Bürgerinnen und Bürger der Stadt fühlen sich provoziert. Auch der AfD-Politiker Marc Jongen sieht in der kitschigen Statur keinen Erkenntnissgewinn – im Gegenteil.

Die jetzt “aus Sicherheitsgründen” wieder abgebaute goldene ERDOGAN-STATUE in WIESBADEN wirft ein grelles Schlaglicht auf den erbärmlichen Zustand des staatlich subventionierten Kunstbetriebs. Der Skandal ist nicht so sehr, dass man es gewagt hat, einen “lupenreinen Demokraten” alias Diktator im kitschigen Stil einer Bananenrepublik in den öffentlichen Raum zu tragen – auch wenn schon darin natürlich eine Geschmacklosigkeit liegt. Der (Dauer-)Skandal ist vielmehr, dass die billige Provokation um der Provokation willen von einer selbstgefälligen Kunstszene bereits als “Anregung des Diskurses” gefeiert wird, dass eine “Kunstaktion”, und sei sie noch so abgeschmackt, bereits als erfolgreich gewertet wird, wenn sie nur genügend öffentlichen Ärger erregt.

Was war der Erkenntnisgewinn in diesem Fall? Dass Türken frohlocken und Kurden schäumen, dass beide Gruppen aufeinander loszugehen drohen, wenn sie sich mit einem glorifizierten Plastik-Erdogan konfrontiert sehen? Dass auch etliche Einheimische darüber wenig erfreut sind und sich beschweren? Die Macher dieses Machwerks hatten es offenbar auf genau solche Reaktionen abgesehen, mit anderen Worten, sie haben die Bewohner Wiesbadens für eine zynische Inszenierung missbraucht, deren ästhetischer- und Erkenntniswert gleich Null ist, die ausschließlich den Zweck hatte, ihnen selbst hohe Aufmerksamkeit und Einladungen zu weiteren steuergeldfinanzierten “Kunst”-Festivals zu bescheren.

Im rot-grünen Merkeldeutschland ist die bildende Kunst auf das Niveau des billigen, oft zynischen Gags herabgesunken (der sich dessenungeachtet oft noch moralistisch bemäntelt). Als kulturpolitischer Sprecher der #AfD im Bundestag kann ich versprechen, dass wir die gegenwärtige Förderpraxis im Kunst- und Kulturbereich auf einen strengen Prüfstand stellen werden. Die Kunst ist frei und muss es bleiben, aber in keinem Gesetz steht geschrieben, dass Steuergelder zur Erregung öffentlichen Ärgernisses unter dem Deckmantel der Kunst eingesetzt werden müssen.

Quelle: Facebookseite

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Vera Lengsfeld, Vera Lengsfeld, Wim Weimer.

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