Bildung ist hoffnungslos unterfinanziert. Harald Christ

Lothar Wieland

Lothar Wieland

Lothar Wieland, geboren 1952, Dr. phil., Diss. Bremen 1981: „Belgien 1914. Die Frage des belgischen ´Franktireurkrieges´ und die deutsche öffentliche Meinung von 1914 bis 1936“. Gymnasiallehrer und Historiker in Bremerhaven, zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des deutschen Militarismus und Pazifismus, zuletzt: „Die wahren Sozialisten hatten niemals Zweifel. Salomon Grumbach und die Schuldfragen des Ersten Weltkrieges – Ein biographischer Essay.“

Zuletzt aktualisiert am 03.04.2019

Debatte

Warum unsere Väter und Großväter anfällig für den Nationalsozialismus wurden

In diesen Tagen feiert ein Schimpfwort fröhliche Auferstehung, dem vor einigen Jahren kaum noch eine Bedeutung beigemessen worden ist: der Nazi. Wer wollte denn schon die paar Freaks vom rechtsextremen Rand wirklich ernst nehmen, sprich in ihnen eine Gefahr für die sich zunehmend bewährte und demokratisch gefestigte bundesrepublikanische Gesellschaft sehen?

Debatte

Die gescheiterte Revolution der Wahrheit

Im November 2018 jährte sich zum hundertsten Male der Sturz des kaiserlichen Deutschlands, das von einer Koalition von letztlich 28 Staaten zur Kapitulation gezwungen wurde. Eine neue Biographie über den Freidensaktivisten Hans-Georg von Beerfelde leistet hier erste Abhilfe – und öffnet den Blick in einen Abgrund.

Debatte

„Negativer Nationalismus“ oder Wahrheitssuche? Revisionisten am Werk!

Bleibt ein Verbrechen, das aufgedeckt worden ist, nicht auch noch nach über einem Jahrhundert ein Verbrechen? Und wie ist es mit dem klar dokumentierte Kriegswillen des deutschen Militärs im Juli 1914? Eine Replik auf Peter Hoeres.

Debatte

Von der Weigerung, sich den Fakten zu stellen

Am 18. August 1914 drängt der Bürgermeister von Ixelles, eines Vorortes von Brüssel, seine Mitbürger zur sofortigen Abgabe aller Schusswaffen auf den Polizeistationen. Als die Meldung vom Anrücken der deutschen Truppen einläuft, lässt er sie umgehend in einen Teich werfen, um keinen Anlass für „Fehlinterpretationen“ zu geben. Deutsche Husaren fischen sie wenige Wochen später wieder heraus.

Debatte

Nötige Erwiderung auf veritable Ablenkungsmanöver

„Wir haben sehr schwere Verluste – auch an höheren Offizieren – erlitten, wohl weil die Truppen rücksichtslos vorgegangen sind.“ „Wir haben leider sehr viel sengen und brennen müssen, und viele Bewohner haben ihr Leben eingebüßt.“ (General von Einem, Chef des VII. Armeekorps, Eintrag Kriegstagebuch / Privatbrief über die Kämpfe vor Lüttich, 9. und 10. August 1914)

Debatte

Nötige Bemerkungen zu einer überflüssigen Debatte

Mühsam und schmerzhaft war der Weg zur Versöhnung zwischen Deutschen und Belgiern. Nun werden die Wunden wieder aufgerissen! Folgt man einer neuen, von Ulrich Keller verfassten Schrift, dann haben 1914 in Dinant oder anderen belgischen Ortschaften in der Tat die berüchtigten Franktireurs gewütet und dadurch „furchtbare Reaktionen“ von deutscher Seite provoziert. Was ist davon zu halten?

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