Mein Ziel ist es, mehr Menschen für Sachwerte zu begeistern

Kristina Salamon5.12.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Wirtschaft

The European traf die neue Chefin der Dr. Peters Group zum Interview. Kristina Salamon führt seit Anfang 2019 die Dr. Peters Group an. Wir sprachen mit ihr darüber, wie es sich anfühlt, als junge Frau in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und ein großes Emissionshaus zu leiten und neu zu strukturieren.

Mit Ihnen ist nach rund sechs Jahren wieder ein Mitglied der Eigentümerfamilie an die Spitze der Dr. Peters Group gerückt. Wie fühlt es sich an, in die Fußstapfen Ihres Vaters zu treten?

Mein Vater hat die Dr. Peters Group über viele Jahre hinweg mit einer starken Vision aufgebaut und zu einem der renommiertesten Anbieter für geschlossene Finanzprodukte entwickelt. Vor dieser Leistung habe ich natürlich großen Respekt. Der Markt hat sich in den letzten Jahren aber verändert und daher ist es mein Anspruch, dafür zu sorgen, dass wir mit der Dr. Peters Group auch in den nächsten Jahren Produkte für unsere Kunden entwickeln, die dem Zeitgeist entsprechen und die für unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Das ist eine Herausforderung, die ich aber gerne annehme und die mich absolut motiviert. Mein Ziel ist es, mehr Menschen für Sachwerte zu begeistern und das Potential dafür ist bei der Dr. Peters Group sehr groß. Ich bin zu 100 Prozent von den Möglichkeiten der Dr. Peters Group überzeugt und habe mich genau aus diesem Grund dafür entschieden, die Leitung unseres Familienunternehmens zu übernehmen.

Woher kommt Ihre Überzeugung?

Mich überzeugen vor allem die Menschen, die für Dr. Peters arbeiten und von denen ich so viele schon seit so vielen Jahren kenne. Zu sehen, mit wie viel Engagement sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Kunden jeden Tag einsetzen, spornt auch mich enorm an. Darüber hinaus überzeugt mich, dass wir mit unseren Produkten Menschen unterstützen können, ihr Kapital wertgenerierend zu investieren. Gerade in der heutigen Zeit, die vom demographischen Wandel, den Diskussionen um Rentensicherheit und einer seit Jahren andauernden Niedrigzinsphase geprägt ist, zeigt sich, wie relevant unsere Arbeit ist. Mich überzeugt auch die Möglichkeit, mit Hilfe der Digitalisierung die Bedürfnisse unserer Kunden zukünftig noch besser zu verstehen, damit wir diese auch noch besser bedienen können. Daran haben wir in den vergangenen Jahren schon intensiv gearbeitet und wichtige Veränderungen vorgenommen. Daran müssen wir aber noch weiterarbeiten.

Welche Veränderungen haben Sie denn bereits umgesetzt und welche Veränderungen wollen Sie zukünftig vorantreiben?

Im Bereich der Zielgruppenanalyse und des Kundenmanagements setzen wir zum Beispiel auf Business Intelligence. Wir haben zum ersten Mal unseren NPS erhoben und eine groß angelegte Kundenumfrage durchgeführt. Daraus abgeleitet optimieren wir nun unser Kundenportal und ergänzen neue hilfreiche Services für unsere Kunden. Darüber hinaus haben wir ein neues CRM-System eingeführt und verstärken vor allem unsere Aktivitäten im digitalen Marketing. Wir können so viel gezielter Kunden ansprechen, die sich aktiv um ihre Geldanlage kümmern und auf der Suche nach attraktiven Renditen sind. Unser Ziel ist es, dass sich alle Kunden an allen Touchpoints ihrer Customer Journey richtig abgeholt und eingebunden fühlen. Zudem wollen wir die richtigen Produkt für unsere Kunden anbieten und wir sehen natürlich, dass es neben den vollregulierten Alternativen Investmentfonds, die wir bisher anbieten, auch viele andere Strukturen gibt, die bei den Kunden Anklang finden – beispielsweise Nachrangdarlehen und Anleihen.

Und wie wollen Sie diese Anleger für die Dr. Peters Group gewinnen?

Indem wir zukünftig selbst entsprechende Produkte mit alternativen Strukturen anbieten. Ganz aktuell arbeiten wir zum Beispiel am Erwerb einer KWG-32-Lizenz, um eigene Anleihen emittieren zu können. Aber wir wollen eben nicht nur neue Produkte anbieten, sondern vor allem auch die Vorteile unserer aktuellen Produkte besser erklären, damit wir auch die Fans des Crowdinvestings erreichen. Denn das Renditeprofil unserer aktuellen Fonds passt eigentlich sehr gut zu den Anforderungen von Crowdinvesting-Kunden. Was man ja auch schon sieht, ist, dass bei Anlegern, die aktuell nur in Crowdinvesting investieren, das Interesse an länger laufenden Produkten deutlich gestiegen ist. Daher wollen wir diese Kundengruppe für unsere Produkte begeistern und erschließen und haben uns dafür erst vor wenigen Woche an Zinsbaustein beteiligt, einer digitalen Plattform für Immobilieninvestments. Diese Beteiligung wird uns aber nicht nur Zugang zu neuen Kundengruppen verschaffen, sondern auch maßgeblich bei der Erweiterung unseres Produktportfolios helfen.

Apropos Zinsbaustein: Sie haben verlauten lassen, dass es sich hierbei um eine strategische Beteiligung handelt und sind direkt im ersten Schritt mit 25,5 Prozent bei der Plattform eingestiegen? Hat das einen konkreten Grund?

Mit dem Überschreiten der 25-Prozent-Schwelle wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Denn wir möchten und werden uns an der strategischen Weiterentwicklung der Plattform beteiligen und diese Weiterentwicklung aktiv mitgestalten und unser Know-how und unsere Produkte mit einbringen. Auf der anderen Seite werden natürlich auch wir von dem engen Austausch mit Zinsbaustein profitieren – vor allem, was das Wissen über neue Kundengruppen angeht und die Möglichkeiten, Menschen digital für Finanzanlagen zu begeistern. Somit beschleunigen wir unsere eigene Transformation und partizipieren zugleich an einem unserer Meinung nach sehr attraktiven Wachstumsmarkt, dem digitalen Vertrieb von Finanzlagen. Das ist für die Zukunft der Dr. Peters Group eine riesige Chance.

Fragen: Stefan Groß

 

 

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