Christus ist in jedem Alter etwas anderes. Martin Walser

Kolumnen

Ulrich Berls

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Whistle Test

Ulrich Berls wurde 1954 in Reutlingen geboren. Promotion zum Dr.phil. 1983 bei Kurt Sontheimer an der Universität München. Anschließend zehn Jahre Redakteur beim ZDF in Mainz, zuletzt als Leiter der Redaktion Kultur und Gesellschaft. Ab 1994 Gründungsdirektor der Bayerischen Akademie für Fernsehen in München. 2005 Rückkehr zum ZDF als Leiter des Landesstudios Bayern. Jüngste Buchveröffentlic weiter...

Der Captain Future der CSU?

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Die CSU setzt alles auf eine Karte und wird wohl Markus Söder zu ihrem Vorsitzenden wählen. Man reibt sich die Augen: Der Verlierer der Landtagswahl soll also die Zukunft der Partei organisieren.

20.11.2018

Mehrheit der Bayern wählt weiterhin rechts von der Mitte

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Nach der epochalen Watschen, die die bayerischen Wähler der CSU gegeben haben, sollte sich Horst Seehofer auf eine alte Weisheit besinnen: Es kommt nicht darauf an, Recht zu haben, sondern man muss auch Recht bekommen. Er muss als Parteivorsitzender jetzt rasch den Weg zu einem Neuanfang ermöglichen.

14.10.2018

Reinhard Schneider

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Das Denken upcyceln

Wie können Ökologie und Ökonomie in Enklang gebracht werden? Reinhard Schneider hat dazu über die eigene Branche hinaus Ideen und Initiativen entwickelt. Deshalb treibt er eine Recyclat-Initiative voran: Altplastik – gewonnen aus den haushaltnahen Sammlungen – soll hochwertig für Kunststoffverpackungen wiederverwendet werden. Denn damit kann verhindert werden, dass Verpackungen nach ihrer Nutzung verbrannt werden oder in Flüsse oder Me weiter...

Der moderne Ablasshandel

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Man könnte verzweifeln. Nahezu keine Talkrunde über Fakten in unserer Welt kommt ohne den Ritus der gegensätzlichen Meinungen aus. Wirklichkeit ist aber keine Frage der öffentlichen Abstimmung, erst recht keine der griffigsten Sichtweisen einzelner Talkgäste.

18.11.2018

Robert von Lucius

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Am Anfang stand

Der Blick auf die wichtigen Dinge in Europa gelingt häufig besser, wenn der Betrachter seinen Standpunkt verändert. Sei es, dass ein Ort im Mittelpunkt steht, den wir alle kennen, den wir aber kaum beachten, oder sei es, dass der Blick aus der Ferne auf unseren Heimatkontinent gerichtet wird: wir können daraus lernen. Und wir müssen lernen, wenn Europa das bleiben soll, was es ist.

Analyse der Mächtigen

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Selten ist ein Blick ins Innere der Macht, ins amerikanische Außenministerium, in die Vereinten Nationen oder die Weltbank ernüchternder – und dabei amüsanter und bildhafter. Ein Kern der Aussagen des Autors: Von Assistenten, Sekretärinnen und Reinigungspersonal könne man oft mehr lernen als von den Mächtigen. Daniel Levin schreibt über eigennütziges und skrupelloses Denken. Und wir können lernen.

13.11.2018

Weltraumforscher und Goldgräber

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Familiengeschichten sind gemeinhin getragen, für Außenstehende langweilig. Es gibt aber Ausnahmen. Wie jene der von Puttkamer, die pommersche und damit deutsche Geschichte, Adelssoziologie und ungewöhnliche Lebensschicksale kurzweilig und selbstkritisch miteinander verknüpft; und wie sich der deutsche Adel beruflich und sonst angepasst und verändert hat.

22.08.2018

Bedrängnis und neue Aufbrüche

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Wie bedrängt die Pressefreiheit derzeit ist – Türkei, Populismus, Verflachung durch soziale Medien, Druck politischer Korrektheit sind nur einige Stichworte –, zeigte sich beim Weltkongress des Internationalen Presse-Instituts (IPI), zu dem Chefredakteure und Verleger aus aller Welt nach Hamburg kamen. Endlich stellten sich dort auch Facebook und Google der Diskussion.

05.06.2017

Poesie statt Panzer

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Nicht immer braucht man Panzer und Kampfflugzeuge, um nationale Eigenständigkeit und Stärke gegen unliebsame große Nachbarn zu verteidigen. Am Anfang stand oft das Wort als stärkere Waffe, verknüpft mit Buch, Literatur und sogar Poesie. Das will Litauen belegen mit seiner Teilnahme als Gastland der Leipziger Buchmesse 2017.

30.11.2016

Sebastian Sigler

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Werte und Wirtschaft

Eigentlich leitet er eine Wirtschaftszeitung – ja, sogar eine auf Börsenthemen spezialisierte Wirtschaftszeitung. Doch die gesellschaftlichen Umbrüche sind es, die ihn umtreiben. Am Ende wird alles von den ideellen und moralischen Werten abhängen. Das ist die große Sorge des promovierten Historikers – und dass sie sich durchsetzen, ist seine große Hoffnung.

Auch in Deutschland lauert der Hass

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Pittsburgh ist das neue, schreckliche Synonym für den Hass auf Juden, der nach wie vor eine weltweite, tödliche Gefahr darstellt. Heute stehen Entsetzen, Trauer und die Sorge um die Opfer ganz im Mittelpunkt. Morgen wird das gesellschaftliche Klima in den USA in der Ära Trump Gegenstand der Diskussion sein. Doch auch hierzulande droht die Gefahr. Und sie wird stärker.

28.10.2018

Wer dem Propheten bedingungslos folgt, lebt totalitär

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Zweimal Tilman Nagel! Sein wegweisendes Werk „Was ist der Islam?“, jüngst vorgelegt, ist zu Rate zu ziehen, wann immer Fragen zu dieser Religion aufkommen. In einer vielbeachteten Rezension des neuen Sarrazin-Buches „Feindliche Übernahme“ hat Nagel sodann seine überragenden Kenntnisse erneut unter Beweis gestellt. Und er hat damit zugleich die Kernthesen seines eigenen Werkes untermauert.

26.10.2018

Ist die feindliche Übernahme noch abwendbar?

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Wird in spätestens drei Generationen die Mehrheit der Menschen im westlichen Mitteleuropa muslimischen Glaubens sein? Wird es dann noch erlaubt sein, Kirchenglocken zu läuten? Mit sehr unaufgeregten, ja, nüchternen Worten beschreibt Thilo Sarrazin, was uns hierzulande erwartet.

12.09.2018

Ein kleines Kreisau in Norddeutschland

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Geht es um ein Haus? Ja, auch, zuerst aber geht es um Menschen. Um Schicksale, die berühren. Der Fichtenhof war, und das ist die wirklich wichtige Erkenntnis, ein wichtiger Treffpunkt des Widerstands gegen Hitler. Den Forschungen von Heinrich Lohmann ist zu verdanken, dass dies nun wieder bekannt wird. Wäre es übertrieben, den Fichtenhof als ein „kleines Kreisau in Norddeutschland“ zu bezeichnen?

26.08.2018

Günter Albrecht Zehm

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Günter Zehm

Prof. Dr. Günter Albrecht Zehm ist Professor für Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Der langjährige Assistent von Ernst Bloch promovierte sich später bei Theodor W. Adorno, Iring Fetscher und Carlo Schmid. Aufgrund seiner Forderung nach Meinungsfreiheit und Kritik an der SED wurde er 1957 verhaftet und zu vier Jahren Zuchthaus in Waldheim und Torgau verurteilt. 1963 begann Zehm seine Karriere weiter...

Haben wir überhaupt noch Eliten?

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Es gibt bei uns keine politischen Eliten mehr, nur noch Staubsauger; zumindest trifft das auf die zur Zeit an der Macht befindliche zu, die sich kurioserweise für die einzig mögliche hält.

07.11.2018

Es gibt keinen Grund für Optimismus

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Das hat es bisher wohl noch nicht gegeben; daß ein Buchautor – kein Belletrist, kein Spaßmacher sondern ein so genannter Politologe, vom Anspruch her also ein ernsthafter Wissenschaftler – einen langen Sermon über die aktuelle Weltlage abliefert – und dann am Ende ein Kapitel nachreicht, in dem er alles, was er soeben geschrieben hat, aufs Schärfste dementiert, es zur bloßen Chimäre erklärt.

25.08.2018

Eine Fußnote in der Geschichte?

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Die Zeit für die Kanzlerin Angela Merkel ist abgelaufen, wie lange ihr offizieller Abgang auch noch hinausgezögert werden mag und mit welchen Tricks. Eifrige Historiker fragen bereits nach dem „historischen Format“, das sie hinterlassen wird.

12.08.2018

Wie langweilig ist die Berliner Republik wirklich?

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Als „Sommer der Langeweile” wird der Sommer 2018 nach Meinung vieler in die Annalen eingehen. „Immer nur Merkel contra Seehofer oder Seehofer contra Merkel” stöhnen sie; „das ist ja kaum noch auszuhalten. Es wäre vielleicht erträglich gewesen, wenn wir ins Achtelfinale der Fußball-WM gekommen wären. Aber so?

10.08.2018

Aleksandra Sowa

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Kryptomania

Menschen haben Geheimnisse. Und das ist gut so. Oscar Wilde warnte sogar davor, einer Frau zu trauen, die einem ihr wirkliches Alter verrät. Eine Frau, die einem das erzählt, würde einem auch alles andere erzählen. Im realen Leben gibt es Postgeheimnis, Beichtgeheimnis, geheime Wahlen etc. Virtuell kann aber jede gesendete Nachricht abgefangen und gelesen werden. Aleksandra Sowa schreibt über die Kunst der Geheimhaltung in der virtuellen Welt, über die Kryptographie.

Der gute Bürger

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Zuerst „Honest Shanghai“, dann das Social Credit System, das spätestens 2020 in ganz China eingeführt werden sollte. Die Empörung der westlichen Demokratien über die digitale Ausweitung des Überwachungsstaates ist groß, doch: Können sie sich der globalen Wirkung des Bewertungssystems wirklich entziehen? Und sind solche Systeme in den westlichen Demokratien nicht schon längst gelebte Praxis?

20.10.2018

Kein großes Bußgeld. Auch kein kleines.

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Das neue Datenschutzgesetz sollte die Sammelwut der Konzerne eindämmen und dem Bürger wieder mehr Macht über seine Daten geben. Es existiert jedoch bis dato nur auf dem Papier, während Unternehmen der Politik immer bessere Argumente vorlegen, warum nicht weniger, sondern sogar noch mehr Daten gesammelt werden sollten. Datenschutzrechtliche Bedenken? Nope.

30.08.2018

Kommen jetzt die neuen Robotergesetze?

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Die drei Robotergesetze kennt fast jeder. Oder hat wenigstens schon davon gehört. Leider hat ihr Schöpfer nicht gesagt, wie solche Vorgaben verbindlich zu machen sind. Inzwischen streben Roboter nach politischen Ämtern und treffen für Menschen Entscheidungen. Gültige Robotergesetze gibt es aber immer noch nicht. Eventuell kann die vom Bundestag kürzlich gegründete KI-Enquete Abhilfe schaffen.

30.07.2018

Das liest die Maschine nicht

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An deutschen Postschaltern hat die Kundschaft mit den Herausforderungen der Digitalisierung zu kämpfen. „Sie müssen das Land hier unten hinschreiben, in Großbuchstaben“, erklärt der Mitarbeiter geduldig, „sonst liest es die Maschine nicht.“ England oder Großbritannien? Das ist der Maschine egal. Doch schon kommen weitere Probleme. Digitalisierung ist kompliziert.

20.05.2018
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