Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskraft der Märkte. Josef Ackermann

Kolumnen

Hans-Martin Esser

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Esser ist besser

Hans-Martin Esser, Jahrgang 1978, wurde in Arnsberg geboren. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Wirtschaftswissenschaft und Politologie, außerdem folgten aus Interesse Studienaufenthalte im Bereich Filmtheorie, Rhetorik (UC Berkeley, 2007), Geschichte, Philosophie und Mediävistik (University of Cambridge, 2009). Esser organisiert Kulturveranstaltungen und berät die FDP. Derzeit schreibt er an einer Monog weiter...

Das Geschäft mit der Angst

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Stets wenn die Angst groß ist, stehen die Grünen bereit und verstärken diese. Es fing mit dem sauren Regen an, dem Waldsterben, der Anti-Atomkraft-Bewegung, der Friedensbewegung, dem Nato-Doppelbeschluss, es ging weiter über Tschernobyl, Fukushima, Gen-Nahrung und so weiter, meint Hans-Martin Esser.

13.11.2018

Die AfD fürchtet Friedrich Merz

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Die AfD fürchtet Friedrich Merz als Vorsitzenden sehr. Dann müssten sich ehrbare Konservative nicht mehr in die Schmuddelecke begeben, um ihren Interessen gemäße Politik umzusetzen, so glaubt es jedenfalls Hans-Martin Esser.

05.11.2018

Eine neue Form von westlichem Kulturkolonialismus

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Es bleibt die Frage, ob man bei der Auswahl der Playlist nicht einen Überhang von Mitteleuropäern und sehr weißen Amerikanern hat. Immerhin müssen alle Rundfunk-Beiträge bezahlen. Welcher Mensch mit indischer, russischer, türkischer, zentralafrikanischer, ostasiatischer, italienischer oder südamerikanischer Migrationsgeschichte fühlt sich da repräsentiert, außer im Spartenprogramm?

09.10.2018

Besser Autos bauen

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Was kann man jetzt deutschen Filmemachern raten? Wenn eine Serie so voller Klischees ist wie Babylon Berlin, dann darf ich den dafür Verantwortlichen einen nicht minder stereotypen Rat geben:
Ingenieur werden und Autos bauen. Finger weg vom Fernsehbusiness.

08.10.2018

Erklärungen sind Unsinn

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Vor ein paar Monaten rauschte der Blätterwald. Was war der Anlass? Im Anschluss an die Tellkamp/Grünbein-Debatte in Dresden, die dafür gesorgt hatte, dass sich mit Uwe Tellkamp einer der herausragenden deutschen Schriftsteller öffentlichkeitswirksam gegen die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin stellte, erschien die Gemeinsame Erklärung 2018. Was ist schlecht daran, fragt unser Kolumnist?

27.09.2018

Links ist bisweilen sehr rechts

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Damals wie heute begriff Heiko Maas nie, dass die SPD eben nicht eine durchweg linke Partei ist, sondern eine Volkspartei mit vielen Arbeitern, die oft rau und politisch wenig korrekt sind, aber in der Sozialdemokratie stets Interessenvertretung und Heimat gefunden hatten. Die SPD war ein Gefühl, das nicht durchweg links war, schreibt Hans-Martin Esser.

18.09.2018

Hamburg ist sexy, cool und reich

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Die deutsche Provinz mit ihrem Scholle- und Blut-und-Boden-Appeal war ja schon immer unsexy, auch wenn die allermeisten Talente von hier kommen. Selbst Berlin wird ausgestochen. Die Hauptstadt umweht der Hauch der Verwahrlosung. Hamburg ist gleichzeitig St.Pauli, Pirat und gediegener Segelclub, also arm, sexy und gleichzeitig reich, so Hans-Martin Esser.

26.08.2018

Die Russlanddeutschen sind gut integriert

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Die allermeisten Russland-Deutschen haben sich bestens integriert, bilden keine Parallelgesellschaften, beherrschen die deutsche Sprache, sind pünktlich, zuverlässig und halten die Tüchtigkeit höher als die meisten anderen Deutschen, schreibt Hans-Martin Esser.

06.08.2018

Die Bundesliga wird immer langweiliger

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Transferleistungen bestimmen den Fußball. Deutschlands Fußballer sind nur Durchlauferhitzer für ambitionierte Teams in England, Spanien, Italien und Frankreich. Die Folge: die Liga wird unattraktiver. Warum sollte man dann noch 50 Euro monatlich für Live-Übertragungen berappen, wenn der FC Bayern mit einer schwächer werdenden Mannschaft dennoch mit 20 Punkten Vorsprung die Saison abschließt?

31.07.2018

Die CSU ist klar am deutlich längeren Hebel

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Merkel wird so oder so gehen müssen. Die CDU hat dabei nur die Wahl, ob man sich nur von Merkel oder auch von den Christsozialen trennt, woran aber vonseiten der CDU kein Interesse besteht. Alle meine strategischen Überlegungen setzen allerdings voraus, dass die CDU noch die Begabung zur Vernunft hat.

04.07.2018

Die meisten Menschen sind klassenbewusst

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Beim Populismus wird gern angenommen, dass es sich um ein Anti-Eliten-Projekt handele. Man beschimpft „die da oben“, will aber auch dezidiert nicht zu ihnen gehören. Übertragen auf die Schichtung der Gesellschaft stelle ich die Antithese auf: auch die Unterschicht will sich abgrenzen, hat eine schützenswerte Kultur und ist attraktiv.

02.07.2018

Die Schönheit des Abgrunds - Empathie Pornos

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Die Christine-Westermannisierung der Literatur hat ihren Siegeszug angetreten. Erstens durch Buchverkäufe. Kitsch verkauft sich besser als Qualität. Denken ist anstrengend, tut bisweilen weh, Kitsch funktioniert wie Pornographie, allerdings nicht in der Hose, sondern links unter dem Hemd. Was sich verkauft, wird auch massenhaft produziert.

04.06.2018
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