Irgendwie verfolgt mich der Hitler. Michael Kessler

Kolumnen

Hans-Martin Esser

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Esser ist besser

Hans-Martin Esser, Jahrgang 1978, wurde in Arnsberg geboren. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Wirtschaftswissenschaft und Politologie, außerdem folgten aus Interesse Studienaufenthalte im Bereich Filmtheorie, Rhetorik (UC Berkeley, 2007), Geschichte, Philosophie und Mediävistik (University of Cambridge, 2009). Esser organisiert Kulturveranstaltungen und berät die FDP. Derzeit schreibt er an einer Monog weiter...

Intellektuelle Dürftigkeit

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Kants Diktum, wonach Aufklärung der Ausbruch aus selbstverschuldeter Unmündigkeit sei, diene hier als Ausgangspunkt für einen Gedanken. Selbstverschuldet ist heutzutage das Verharren in Meinungsgemeinschaften. Wenn das Land ein gespaltenes ist, liegt es nicht zuletzt daran, dass die Speerspitzen der heutigen Meinungslager mit wenigen Ausnahmen eintönig argumentieren und zur Wiederholung neigen.

21.05.2018

Spieler ohne Schatten – das Geschäft mit dem Fußball

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Wer das Halbfinale der Champions League erreicht, benötigt Spieler, die Nerven wie Drahtseile haben und eine verschworene Gemeinschaft bilden. Seitdem man Robert Lewandowski ablösefrei 2014 zum FC Bayern holte, ist eine Konstante das Ausscheiden aus dem Wettbewerb vor Erreichen des Finals.

01.05.2018

Trump kommt weiter als Obama

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Trump ist zwar vom Stil her eine Zumutung, aber gerade deshalb kommt er weiter als Gentleman Obama.

21.04.2018

Lob des Fluchens

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Wer viel denkt, flucht auch viel. Fluchen ist mithin ein Kuppelprodukt des Denkens und kultureller Höchstleistungen.

19.04.2018

Die Flüchtlingskrise ist ein Gottesgeschenk

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Die Flüchtlingskrise ist insofern ein Gottesgeschenk, verlorenes Terrain zurückzugewinnen und einen neuen Rechtfertigungsgrund für die angestaubte Kirchensteuer zu konstruieren. Zwar sind die Kirchen seither nicht voller, im Gegenteil, aber – ähnlich wie in Betrieben – kann man sich jetzt andere Märkte erschließen.

06.04.2018

Feinstaubbelastung ist eine Nebelkerze

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Feinstaubbelastung in deutschen Großstädten sind Nebelkerzen, die nicht darüber entscheiden, ob wir auch im Jahr 2035 noch gut dastehen. Das hohe Durchschnittsalter der Wähler bedingt diese kraftlose Agenda der Großkoalitionäre. Eine überalterte und damit auch weitgehend kinderlose Gesellschaft kann sich den Luxus leisten, nach dem Motto zu leben „nach mir die Sintflut“.

22.03.2018

Wer Europa einen will, muss rechnen können

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Wer Europa einen will, muss Grundkenntnisse ökonomischer Sachkenntnisse vorweisen, frei von Aktionismus und Idealismus. Mit Bemerkungen, wonach Geld einfach da sei, man über Finanzen nicht sprechen solle, weil Europa ja jeden Betrag wert und Anstand sowie Moral höchstes Gebot seien, verliert nicht nur Debatten, sondern auch Wahlen.

21.03.2018

Kanzlerin auf Lebenszeit

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Merkels Geheimrezept ist die asymmetrische Demobilisierung. 30 Prozent wählen CDU, egal, was man ihnen vorsetzt. Man kann diesen Menschen alles erlauben, alles verbieten, solange es irgendwie unverbindlich begründet und als alternativlos verkauft wird, eine Krawatte trägt, Manieren hat, bodenständig ist und das Wort Heimat ab und zu in den Mund nimmt, auch wenn man alles für Schwachsinn hält.

03.03.2018

Ich kann das Wort abgehängte ländliche Region nicht mehr hören

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In Molochen wie dem Ruhrgebiet, die als urbaner Raum das ganze Bundesland herabziehen, ist sogar eine möglichst große Distanz förderlich. Soest, Paderborn, Münster, Gütersloh und der Hochsauerlandkreis haben eine Sache gemein: die große geographische Distanz zum abgewirtschafteten Kohlenpott. Je weiter entfernt man vom faulen Apfel liegt, umso besser.

22.02.2018

Schweigespirale – rechts ist das neue schwul

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Es ist seit geraumer Zeit die sogenannte Schweigespirale in Umfragen Allgemeingut. Wenn nach der Präferenz gefragt wird, wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären, ist bekannt, dass rechtsstehende Parteien wie die AfD durchweg schlechter abschneiden als am tatsächlichen Wahltag.

12.02.2018

50 Jahre 68er – ausgelaugte Theorien

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Das Hauptproblem der 68er Bewegung scheint mir zu sein, dass man seine eigene Ideologie für eine ultimative Weisheit hält, die Marcuse als 10 Gebote vom Berg herabtrug und die auch 50 Jahre, also nach rund 18000 Drehungen der Erde um sich selbst, noch gelten.

31.01.2018

Kevin Kühnert ist die Zukunft der SPD

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In der SPD scheint es einen Typen zu geben, der seine Karriere nicht im Sog der Verlierer Schulz, Nahles, Scholz und Co. vergeudet, sondern auf Risiko spielt. Was soll auch passieren? Politisch wird Kevin Kühnert jeden überleben.

26.01.2018
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